Der deutsche Leitindex hat am Dienstag erneut den Rückzug angetreten. Neben den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten lastet vor allem ein herber Tech-Absturz in New York auf den Kursen. Zudem werfen die nächsten Zinsentscheidungen ihre Schatten voraus. Doch einige wenige Aktien stemmen sich trotzig gegen den Trend.
Der DAX
Im Nahost-Konflikt haben der Iran und Israel ihre jüngsten wechselseitigen Angriffe vorerst eingestellt. Beide Seiten drohten jedoch im Fall von Verstößen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit noch härteren Kämpfen. US-Präsident Donald Trump hatte tags zuvor versichert, dass weiter an einer baldigen Lösung des Konflikts gearbeitet werde. Die Ölpreise gingen zuletzt etwas zurück.
"Zwischen Krisenrauschen, geldpolitischen Fragezeichen und der KI-Euphorie als strukturellem Wachstumstreiber fehlt Anlegern derzeit ein verlässliches Navigationssignal. Ohne klare Leitplanken bleibt das Marktumfeld schwer navigierbar", kommentierte Marktexperte Timo Emden.
Aus Sicht von Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst vom Broker CMC Markets, kommen "einige dicke Bretter auf die Börse zu, die nur schwer zu durchbohren sein werden." Er verwies auf die anstehenden Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank Fed. Dazu stünden mit SpaceX, Anthropic und OpenAI drei große Börsengänge bevor, die Liquidität aus den Märkten abziehen dürften.
Auf europäischer Ebene gab der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
Deutsche Chip-Aktien ebenfalls unter Druck
Auch hierzulande drehten die Chip- und KI-Werte nach anfänglichen Kursgewinnen ins Minus. Infineon fielen letztlich um 3,3 Prozent, Siemens Energy büßten am DAX-Ende sogar 5,9 Prozent ein. Bei den Nebenwerten verloren die Zulieferer für die Chipindustrie Aixtron, Suss und PVA Tepla bis zu 2,4 Prozent.
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Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 18:04