letzten Handelstag der Woche. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex im Verlauf bei 26.693 Punkten noch ein Rekordhoch markiert, schloss den Xetra-Handel dann aber 0,4 Prozent tiefer bei 26.325 Punkten. Am Freitagmorgen taxiert der Broker IG den deutschen Leitindex 0,8 Prozent im Minus bei 26.116 Punkten.
Im Fokus steht der Ausverkauf bei Aktien mit KI-Bezug. Nach dem Wahlsieg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen fürchten Anleger strengere Auflagen für den Bau von Rechenzentren. Zudem belastet der wieder höhere Ölpreis. Anleger wägen derzeit zwei Szenarien ab: eine erneute militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran nach den Zwischenwahlen auf der einen Seite, eine mögliche diplomatische Annäherung auf der anderen.
Auf der Terminseite richtet sich heute der Blick auf den US-Arbeitsmarktbericht für Oktober um 14:30 Uhr. Volkswirte erwarten im Konsens 59.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft nach 29.000 im Vormonat, die Arbeitslosenquote soll bei 4,2 Prozent verharren. Bereits um 08:00 kommen die Daten zur deutschen Industrieproduktion für September; erwartet wird ein Rückgang um 0,2 Prozent nach einem Plus von 2,0 Prozent.
Auf Unternehmensseite öffnen Daimler Truck und Krones ihre Bücher zum dritten Quartal. Außerdem legen die British-Airways-Mutter IAG, Amadeus und Moderna Zahlen vor, Airbus meldet seine Auslieferungen für Oktober.
Anleger dürften zudem weiter die Vortagesgewinner und -Verlierer im DAX im Blick haben. Zalando, Bayer, Fresenius Medical Care, BASF und Deutsche Börse waren hier am stärksten. Schlusslicht war Rheinmetall: Nach der erneut gesenkten Prognose brach die Aktie um 16,1 Prozent ein. Auch Infineon, Hochtief, Siemens Energy und Commerzbank standen deutlich unter Druck.
Die Ölpreise haben zuletzt wieder zugelegt, Gold und Silber wieder nachgegeben. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent kostet am Freitagmorgen knapp 100 Dollar. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI liegt bei gut 91 Dollar. Eine Feinunze Gold wird für 4.040 Dollar gehandelt, eine Feinunze Silber für 51,30 Dollar. Ein Bitcoin kostet 75.537 Dollar.
An der Wall Street kam es am Donnerstag zum Ausverkauf. Der Dow Jones verlor 3,4 Prozent auf 51.523 Punkte, der S&P 500 brach um 4,4 Prozent auf 7.354 Punkte ein – der schwächste Handelstag seit April 2025. Der Nasdaq 100 sackte um 6,4 Prozent ab, der Nasdaq Composite schloss mit minus 5,5 Prozent bei 24.315 Punkten in einer Korrektur. Der Halbleiterindex SOX stürzte um 12,3 Prozent, Nvidia verlor 9,3 Prozent, AMD 17,3 Prozent.
An den wichtigsten asiatischen Märkten geht es am Freitagmorgen zum Teil deutlich nach unten. Der japanische Leitindex Nikkei 225 verliert 5,7 Prozent. Der südkoreanische KOSPI gibt 5,2 Prozent nach. Beim CSI 300 mit den wichtigsten chinesischen Festlandaktien geht es 1,3 Prozent nach unten. Der Hang Seng der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong notiert 1,0 Prozent tiefer.
DER AKTIONÄR wird im Laufe des Tages über sämtliche wichtigen Entwicklungen und Neuigkeiten an den nationalen und internationalen Märkten berichten.
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