Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
29.07.2015 Nikolas Kessler

DAX zurück im Plus: Nordex, Bayer, Peugeot, HeidelbergCement, K+S und Infineon im Fokus

-%
TecDAX
Trendthema

Der DAX ist am Mittwochvormittag nach einem freundlichen Handelsstart zwischenzeitlich leicht ins Minus gedreht. Zur Mitte des Handelstages notiert der Leitindex allerdings wieder knapp 0,35 Prozent im Plus bei 11.200 Punkten. Trotz der Kurserholung am Dienstag bleibe das Börsenbarometer angeschlagen, schrieb Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Jüngst hatten unter anderen Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung Chinas sowie eine eher durchwachsen verlaufende Berichtssaison die Kurse auch hierzulande belastet. Auch die zur Wochenmitte vorgelegten Geschäftsberichte großer deutscher Konzerne zeigten kein einheitliches Bild. So schnitt etwa der Chemiekonzern Bayer stark ab, während Volkswagen ein schwächeres China-Geschäft zu spüren bekam.

Nordex-Aktie vor den Zahlen: Goldman Sachs sagt weiter kaufen!

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Nordex vor Zahlen auf "Buy" belassen. Die europäischen Windkraftanlagenhersteller dürften einen hohen Auftragseingang im zweiten Quartal verzeichnet haben, schrieb Analyst Fred Barasi. Die Anbieter Nordex, Vestas und Gamesa dürften daher allesamt starke Zahlen vorlegen und die Markterwartungen für 2015 sollten weiter steigen. Die seit Jahresbeginn bereits gut gelaufenen Aktien dürften somit weiter überdurchschnittlich zulegen. Neben Goldman Sachs, hat auch vor kurzem die Deutschen Bank und Oddo Seydler die Kaufempfehlung erneuert. Die Zahlen zum zweiten Quartal sollten die hohe Wachstumsdynamik stützen, so der Tenor.

Bayer übertrifft die Erwartungen – jetzt zugreifen?

Der Pharma- und Chemieriese Bayer hat im zweiten Quartal mehr verdient als erwartet worden war. Neben positiven Währungseffekten half vor allem das sehr starke Arzneimittelgeschäft. So kletterte der bereinigte operative Gewinn um fast ein Drittel auf 2,89 Milliarden Euro und lag damit über den Analystenprognosen von 2,68 Milliarden Euro.

Peugeot bleibt auf Turnaround-Kurs – Aktie bietet mehr Potential als Daimler oder VW

Der Autobauer Peugeot Citroen hat dank einer strikten Kostenkontrolle und einer höheren Nachfrage nach teureren Autos weiter zugelegt. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 6,9 Prozent auf 28,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Den operativen Gewinn konnten die Franzosen mehr als verdreifachen: Er stieg von 387 Millionen Euro auf 1,42 Milliarden. Damit übertraf PSA die Erwartungen der Analysten deutlich.

HeidelbergCement: Übernahmepläne stellen Q2-Zahlen in den Schatten

In der Zementbranche bahnt sich die nächste Übernahme an: Der Baustoffkonzern HeidelbergCement hat am Dienstagabend verkündet, dass er den italienischen Branchenkollegen Italcementi kaufen will. Die Q2-Zahlen, die das Unternehmen ebenfalls veröffentlicht hat, wurden dabei zur Nebensache.

K+S: Jetzt wird es richtig wild

Der Vorstand des Düngemittel- und Salzherstellers K+S wehrt sich mit allen Mitteln weiter gegen den Übernahmeversuch des kanadischen Konkurrenten Potash. Nun soll dabei sogar direkt der Staat helfen. So erhofft sich Konzernchef Norbert Steiner jetzt den Einstieg der KfW als Ankeraktionär.

Infineon-Aktie: Gibt es mit den Zahlen morgen den Befreiungsschlag?

Gute Geschäfte mit Autobauern sowie Herstellern von Handys und Laptops treiben den Chiphersteller Infineon weiter an. Zudem hilft der schwache Euro - Umsatz und Gewinn sollten im dritten Quartal des im September endenden Geschäftsjahres erneut deutlich gestiegen sein. Der DAX-Konzern legt am Donnerstag (30. Juli) die Zahlen für die drei Monate von April bis Juni vor.

(Mit Material von dpa-AFX)

Buchtipp: Narrative Wirtschaft

„Tech-Aktien steigen immer!“ „Immobilien­preise fallen nie!“ Stimmt das wirklich? Ob wahr oder nicht, solche Narrative, oder einfacher gesagt Geschichten, beeinflussen das Verhalten von Menschen und somit auch die Wirtschaft massiv. Wie entstehen Narrative? Wie gehen sie viral, wie gewinnen sie an Einfluss, wann verlieren sie diesen wieder? Welche Auswirkungen haben sie? Und, last, but not least: Wie lassen sich mit ihnen ökonomische Zusammenhänge und Entwicklungen besser verstehen und vorhersagen? Diese Fragen untersucht Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert J. Shiller in seinem vielleicht wichtigsten Buch.

Autoren: Shiller, Robert J.
Seitenanzahl: 480
Erscheinungstermin: 16.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-666-0