21.08.2015 Maximilian Steppan

DAX steuert 10.000-Punkte-Marke an - Gold klettert weiter

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TecDAX
Trendthema

Der DAX dürfte seine Talfahrt im Sog globaler Konjunktursorgen am Freitag fortsetzen. Hinzu kommt erneute Unsicherheit wegen Griechenland, das vor Neuwahlen steht. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex am Morgen 3,12 Prozent tiefer auf 10.107 Punkte. Auf Wochensicht würde das ein Minus von rund 8 Prozent bedeuten, nach einem Verlust von mehr als 4 Prozent in der Woche zuvor. Hierzulande richten sich die Blicke am Morgen auf das Gfk-Konsumklima sowie am Vormittag auf Stimmungsdaten aus der Eurozonen-Industrie.

Sorgen um die weltweite Wirtschaftsentwicklung und vor einer baldigen Anhebung der US-Leitzinsen haben den Dow Jones Industrial am Donnerstag unter 17.000 Punkte gedrückt. Mit einem Minus von 2,06 Prozent auf 16.990 Punkten schloss der weltweit bedeutendste Index an der Wall Street auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2014. Es war sein dritter Handelstag mit Verlusten hintereinander.

Der Eurokurs ist bis zum Freitagmorgen weiter gestiegen. Nachdem er im US-Handel die Marke von 1,12 US-Dollar übersprungen hatte, nimmt er nun die 1,13 Dollar in Angriff. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1284 Dollar. Die Entwicklung am Devisenmarkt steht dabei ganz im Zeichen der Geldpolitik in den USA. Nach wie vor herrscht Unsicherheit über den Zeitpunkt der ersten Zinserhöhung seit mehr als neun Jahren. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs des Euro am Donnerstag auf 1,1199 (Mittwoch: 1,1041) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8942 (0,9057) Euro.

Der Goldpreis hat deutlich zugelegt. Am Kassamarkt kostete die Unze Gold mit 1163,75$ 1,0% mehr. Der Ausverkauf an den Aktienmärkten aufgrund von Konjunkturbesorgnis hat das Interesse an Gold als sicherer Hafen wieder gestärkt. Zudem profitiert Gold von der Einschätzung, dass die US-Notenbank die Zinsen nicht schon im September anheben wird. Nach der Veröffentlichung des Protokolls der Juli-Sitzung der Federal Reserve haben Händler die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im kommenden Monat von 48% auf 34% zurückgeschraubt. “Die Erwartungen, dass die Zinsen im September steigen, schwinden jetzt und das Augenmerk richtet sich auf Dezember - das stützt Gold”, sagte Tom Kendall, Edelmetall-Stratege bei ICBC Standard Bank Plc in London.


Getrieben durch Sorgen um China haben die Ölpreise am Freitag weiter nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 46,15 US-Dollar. Das waren 47 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober fiel um 41 Cent und lag bei 40,91 Dollar.

(mit Material von dpa-AFX)


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