04.06.2015 Nikolas Kessler

DAX schließt im Minus: Deutsche Bank, Zalando, Volkswagen, BYD, Curasan, RWE, E.on, Tesla und BASF im Fokus

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TecDAX
Trendthema

Das Gezerre um Griechenland und der weiter starke Euro haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag nach unten gedrückt. Der DAX war zwar am Nachmittag kurz ins Plus gedreht, weil sich der Internationale Währungsfonds für eine spätere Leitzinserhöhung in den USA ausgesprochen hatte. Doch am Ende verpuffte der Effekt und der Leitindex fiel um 0,69 Prozent auf 11.340 Punkte.

Der MDax der mittelgroßen Werte büßte 0,78 Prozent auf 20.278Punkte ein. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,67 Prozent auf 1.692Punkte.

Deutsche Bank: Das tut weh

Das Analysehaus S&P Capital IQ hat sich wieder einmal näher mit den Aktien der Deutschen Bank befasst. Das Ergebnis der jüngsten Studie dürfte den Anteilseignern des Frankfurter Bankenriesen eher weniger schmecken. Denn Analyst William Howlett hat das Kursziel für die DAX-Titel deutlich verringert.

Indexanpassungen: Zalando und ADVA steigen auf, Betrandt und BB Biotech unter den Absteigern

Jetzt ist es amtlich: Die Deutsche Börse hat einige Verschiebungen in den Leitzindizes bekannt gegeben. So ist es Zalando im zweiten Anlauf gelungen, in den MDAX aufzusteigen. BB Biotech muss den TecDAX verlassen. Ordentlich Bewegung kommt in den SDAX. Im DAX gab es dagegen keine Veränderungen.

VW-Aktie: Ist das die lang ersehnte Initialzündung?

Lange hat es gedauert bis Volkswagen seine Absatzflaute in den USA endlich gestoppt hat. Im Mai legten die Verkäufe um acht Prozent auf 34.758 Autos zu. Für das Wachstum im Mai sorgten vor allem die Golf-Modelle: Hier stiegen die Verkäufe um mehr als das Dreieinhalbfache. Im Gesamtjahr läuft die Pkw-Kernmarke immer noch dem Vorjahreswerten hinterher: 2015 hat der Autokonzern bislang insgesamt 144.006 Autos seiner Hausmarke in den USA abgesetzt, 4,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bei Audi läuft es dagegen weiter rund: Die VW-Tochter steigerte den Absatz im Mai um 11 Prozent und kommt damit im Gesamtjahr auf 75.353 verkaufte Wagen. Die andere VW-Tochter Porsche büßte dagegen beim Absatz 7,4 Prozent ein.

BYD: Kapitalerhöhung wird gefeiert – Aktie schießt nach oben

Nach einer über einwöchigen Handelsaussetzung wird die Aktie des chinesischen Elektroauto-Herstellers BYD wieder gehandelt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Trotz der Ankündigung einer Kapitalerhöhung schießt der Kurs kräftig nach oben. Zeitweise belief sich das Plus an der Börse in Hongkong auf weit über zehn Prozent.

Heiße Wette: Hot-Stock Curasan vor Turnaround

Nach dem Vorstandswechsel weht bei Curasan ein anderer Wind. Kann der neue Kapitän das Ruder nachhaltig rumreißen, winken Anlegern mit Weitblick satte Kursgewinne. Anleger, die etwas Zeit mitbringen, können schon jetzt mit einer ersten Position an Bord gehen.

RWE und E.on: Das Urteil ist da!

Im Streit um die Rechtmäßigkeit der Brennelementesteuer hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Donnerstagvormittag sein Urteil verkündet: Die im Januar 2011 eingeführte Abgabe auf Atom-Brennstäbe ist grundsätzlich mit EU-Recht vereinbar. Die deutschen Energieversorger RWE und E.on hatten dagegen geklagt und auf Rückzahlungen in Milliardenhöhe gehofft.

Das Batterie-Geheimnis von Tesla: Interview mit Professor Sauer

Tesla hat einen Lauf. Selbst die Vorstellung einer Batterie wurde jüngst zum großen Event. Viele Kommentatoren sprechen sogar vom Beginn einer Energierevolution. Als Hersteller von Elektroautos hat Tesla bereits für viel Aufsehen gesorgt. Die Leistungsdaten des Model S werden von der Konkurrenz bisher nicht erreicht. Wieso? DER AKTIONÄR hat Batterieexperte Prof. Dirk Uwe Sauer von der TU Aachen befragt.

BASF-Aktie verliert nach Übernahmespekulationen: Deutsche Bank mit Neueinschätzung

Zu den schwächsten Werten im DAX zählt im Feiertagshandel die Aktie von BASF mit einem Minus von 1,8 Prozent auf 82,83 Euro. Spekulationen waren hier einmal mehr der Grund für die Kursbewegung: Angeblich sind die Ludwigshafener am Schweizer Agrochemie-Wettbewerber Syngenta interessiert. Zuvor war aus Kreisen bekannt geworden, dass Syngenta unter bestimmten Bedingungen bereit sei, mit dem US-Konkurrenten Monsanto über eine Übernahme zu verhandeln.

(Mit Material von dpa-AFX)