20.03.2015 Maximilian Steppan

DAX richtungslos am Hexensabbat: Evotec, Nike, Lufthansa, Leoni, ProSiebenSat.1 und Munich Re im Fokus

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TecDAX
Trendthema

Der DAX dürfte sich am Freitag nach dem Rücksetzer von seinem Rekordhoch zum Wochenauftakt weiter stabilisieren. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex am Morgen 0,20 Prozent höher auf 11.923 Punkte. Angesichts des großen Verfalls an den Terminmärkten - dem sogenannten Hexensabbat - halten Experten aber größere Kursschwankungen für möglich. Im Schuldenstreit mit Griechenland gibt es einen Lichtblick: Das hoch verschuldete Land und seine Geldgeber gehen wieder aufeinander zu. Die Europartner einigten sich am Rande des EU-Gipfels mit dem griechischen Premier Alexis Tsipras darauf, bereits vereinbarte Schritte zur Rettung des Landes vor der drohenden Pleite zu beschleunigen. Die Vorgaben aus Übersee liefern durchaus positive Impulse: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial stieg seit dem Xetra-Schluss am Donnerstag moderat und an den Börsen Asiens ging es überwiegend nach oben.

Der Dow Jones Industrial verlor am Donnerstag - belastet vom wieder steigenden Dollarkurs und weiter fallenden Ölpreisen - an Boden. Tags zuvor hatte er nach der Fed-Sitzung wieder sein Rekordhoch ins Visier genommen. Der Nasdaq Composite kratzte erneut an der Marke von 5.000 Punkten. Sie scheint sich als letzte Hürde vor den alten Höchstständen aus dem Frühjahr 2000 zu manifestieren.


Nach dem Wechselbad der vergangenen Tage konnte sich der Euro in der Nacht stabilisieren. Am Mittwochabend war die Gemeinschaftswährung nach den Fed-Signalen zeitweise auf über 1,10 US-Dollar gesprangen, bevor sie tags zuvor wieder 4 Cent abgab. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag auf 1,0677 (Mittwoch: 1,0592) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9366 (0,9441) Euro.


Die Ölpreise haben sich am Freitag zunächst uneinheitlich entwickelt. Am Morgen kostete ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 54,52 US-Dollar und damit neun Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) ebenfalls zur Auslieferung im Mai fiel um drei Cent auf 45,48 Dollar.

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(mit Material von dpa-AFX)