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05.06.2015 Nikolas Kessler

DAX baut Verluste aus: E.on, Drillisch, MTU und K+S im Fokus

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TecDAX

Überraschend gute Auftragszahlen der deutschen Industrie im April haben dem DAX am Freitag nicht auf die Sprünge geholfen. Die nervenzehrende Hängepartie um Griechenlands Schuldentilgung und nun auch der bevorstehende US-Arbeitsmarktbericht machen Zurückhaltung zum Gebot der Stunde. Belastet von schwächeren Vorgaben aus Übersee hat der Deutsche Leitindex bis zum Mittag 1,3 Prozent auf 11.215 Punkte verloren.

Der Blick auf den Vortag warnt in puncto weiterer Tagesentwicklung jedoch vor voreiligen Schlüssen. Hier war der deutsche Leitindex im frühen Feiertagshandel zunächst um gut zwei Prozent eingeknickt, bevor er im ruhigen Geschäft zeitweise gar den Dreh ins Plus schaffte. Die Anleger bleiben nervös - nicht zuletzt auch wegen starker Ausschläge an den Anleihenmärkten und im Euro. Letzterer reagierte positiv darauf, dass die Zahl der Bestellungen in der deutschen Industrie um 1,4 Prozent angezogen hatte anstelle erwarteter 0,5 Prozent.

E.on-Aktie: Über 50 Prozent Potenzial

Die schwache Entwicklung bei E.on setzt sich fort. Am Donnerstagvormittag hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) verkündet, dass die Abgabe auf Atom-Brennstäbe grundsätzlich mit EU-Recht vereinbar ist. Trotz des erneuten Rückschlags hat die Investmentbank Goldman Sachs nun mit einer sehr bullishen Studie aufhorchen lassen. Analystin Deborah Wilkens sieht über 50 Prozent Potenzial in dem Wert.

Goldman Sachs nennt Übernahmekandidaten im MDAX und TecDAX!

Die Zahl der Übernahmen nimmt weltweit weiter zu. Zuletzt hatte Avago Technologies den Smartphone-Spezialisten Broadcom geschluckt. Goldman Sachs hat sich in einer Studie am Freitag zu möglichen Übernahmezielen in Deutschland geäußert. Als Übernahmeziel sieht die US-Investmentbank den MDAX-Titel MTU und den TecDAX-Wert Drillisch.

K+S-Aktie: Hoffnungsträger Indien

Im schwachen Marktumfeld ist die Aktie von K+S zuletzt deutlich unter Druck geraten. Seit vergangenem Freitag hat der DAX-Titel fast zehn Prozent an Wert verloren. Hoffnung machen derzeit vor allem Nachrichten aus Indien. Die Aussicht auf anziehende Düngemittelpreise macht Mut, dass der Trend bald wieder nach oben zeigt.

(mit Material von dpa-AFX)

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