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Volkswagen: 10-Euro-Sensor die Lösung?

Volkswagen: 10-Euro-Sensor die Lösung?
Foto: Börsenmedien AG
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DER AKTIONÄR 19.11.2015, 16:45 DER AKTIONÄR
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Zur Nachbesserung der manipulierten Dieselmotoren muss Volkswagen möglicherweise deutlich weniger Geld einplanen als zunächst befürchtet. Einem Medienbericht zufolge könnte bei manchen Motoren ein Sensor in Verbindung mit einem Software-Update ausreichen. Kostenpunkt: rund zehn Euro.

Bei den Dieselmotoren mit 2,0 Litern Hubraum soll ein Software-Update genügen, um die Schadstoffemission in den Griff zu bekommen – das ist bekannt. Kniffliger ist die Lage bei den TDI-Motoren mit 1,2 und 1,6 Litern Hubraum: Hier müssen zusätzlich zur Software auch die Bauteile des Motors überarbeitet werden, um den Stickoxid-Ausstoß auf den geforderten Wert zu senken.

Nun gibt es aber auch bei den 1,6-Liter-Motoren einen Lichtblick: Nach einem Bericht der Wirtschaftwoche soll ein rund zehn Euro teurer Sensor im Luftfilter Abhilfe schaffen. Die Lösung werde derzeit vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) auf Tauglichkeit überprüft.

VW hält sich bedeckt

Seitens des Konzerns wollte man den Bericht am Donnerstag nicht bestätigen: "Die Gespräche zwischen Volkswagen und dem KBA laufen noch", sagte ein VW -Sprecher. Erst danach werde eine Aussage getroffen. "Grundsätzlich steht für uns fest: Wir wollen die für den Kunden beste Lösung finden und diese dann entsprechend umsetzen."

Insgeheim wird man bei VW aber sicher die Daumen drücken, dass die Zehn-Euro-Lösung ausreicht. Denn ursprünglich war befürchtet worden, dass die betroffenen Fahrzeuge mit einem zusätzlichen Katalysator nachgerüstet werden müssen. Allein für die technischen Maßnahmen hat der Autobauer bislang 6,7 Milliarden Euro zurückgestellt.

Quelle: Börsenmedien AG

Daimler und Peugeot vorziehen

An der Börse ist die Nachricht am Donnerstag gut angekommen und hat der VW-Aktie zwischenzeitlich an die DAX-Spitze verholfen. Mittlerweile sieht es nach einer Bodenbildung aus. Trotzdem ist nach wie vor offen, wie hoch der Schaden durch den Abgas-Skandal am Ende sein wird. DER AKTIONÄR beforzugt im Automobilbereich deshalb weiterhin die Papiere von Daimler und Peugeot.

(Mit Material von dpa-AFX)

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