Deutsche Lufthansa: Ausblick sorgt für Fragezeichen

Deutsche Lufthansa: Ausblick sorgt für Fragezeichen
Foto: Börsenmedien AG
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12.03.2015, 16:16 ‧ Stefan Limmer
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Die Deutsche Lufthansa hat am Donnerstagmorgen die endgültigen Ergebnisse für das abgelaufene Jahr präsentiert. Während die Zahlen keine Überraschungen mehr parat hatten, sorgte das Management mit der Prognose für 2015 für Verwirrung. Im Handelsverlauf zählt die Lufthansa-Aktie zu den schwächsten Titeln im DAX.

Analysten stießen sich an der Umstellung des Ausblicks auf eine neue Ertragskennziffer. Nachdem die Papiere des Luftfahrtkonzerns zum Handelsstart zunächst positiv auf die Zahlen und den Ausblick reagiert hatten, gerieten sie im Handelsverlauf deutlich unter Druck. Die Fluggesellschaft habe bislang für 2015 eine deutliche Steigerung des operativen Gewinns in Aussicht gestellt, schrieb Analyst Dirk Schlamp von der DZ Bank. Nun gibt es eine neue Kennziffer als Orientierungsgröße: So soll sich der um Sondereffekte wie außerplanmäßige Abschreibungen bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Adjusted EBIT) auf 1,5 Milliarden Euro steigen.

Für das vergangene Jahr wies die Lufthansa hier 1,2 Milliarden Euro aus. Die neue Prognose verstehe sich dabei aber vor möglichen Streikkosten, merkte Schlamp kritisch an. Pilotenstreiks hatten die Fluggesellschaft im vergangenen Jahr hart getroffen; Streiks drohen auch in diesem Jahr. Noch deutlicher äußerten sich die Experten vom Analysehaus Liberum: Die neue Prognose sorge für ein Durcheinander. Die Kenngröße enthalte zum Beispiel außerbetriebliche Erträge, deren Höhe vom Management beeinflusst werden könnte und insofern schwer vorhersehbar sei.

Finger weg

Die Marktteilnehmer wurden vom Konzern bereits  mehrfach enttäuscht. Zuletzt sorgte die gestrichene Dividende für 2014 für Verunsicherung. Die Einführung einer neuen Kennziffer hat nichts dazu beigetragen, damit das Vertrauen in das Management wieder gestärkt wird. Anleger lassen daher weiter die Finger von der Lufthansa-Aktie. Unter der 13-Euro-Marke trübt sich zudem die Charttechnik weiter ein.

(mit Material von dpa-AFX)

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