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Monte dei Paschi: Vier Milliarden Sonderdividende und eine faustdicke Überraschung

Monte dei Paschi: Vier Milliarden Sonderdividende und eine faustdicke Überraschung
Foto: Shutterstock
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Fabian Strebin Heute, 09:52 Fabian Strebin
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Im italienischen Bankensektor wird es nicht langweilig, dafür könnten Anleger den Überblick verlieren. Denn seit Jahren läuft das Übernahme-Karussell rund. Das gilt auch für die Banca Monte dei Paschi (MPS), die vor rund zwei Monaten ein Angebot von der Intesa Sanpaolo bekommen hatte. Doch die MPS wehrt sich und will ihrerseits zwei Rivalen übernehmen.

  • Die Intesa Sanpaolo will die MPS für mehr als 30 Milliarden Euro übernehmen.
  • Die MPS kontert mit Angeboten für Banco BPM und Banca Generali.
  • Zusätzlich plant die MPS eine Sonderdividende von vier Milliarden Euro.

Die Intesa Sanpaolo will die MPS für etwas mehr als 30 Milliarden Euro, hauptsächlich durch einen Aktientausch, übernehmen. Damit möchte man sich vor allem die Mediobanca, die erst letztes Jahr von der MPS übernommen wurde, sichern. Zuvor hatte die Banco BPM der MPS eine Übernahme zu gleichen Bedingungen angeboten. Da sie eine geringere Marktkapitalisierung als die MPS hat, wäre das als übernehmende Bank aber schwierig gewesen.

Nun prescht ihrerseits die MPS, die ihren Hauptsitz in Siena hat, vor, um den Übernahmeversuch der Intesa Sanpaolo abzuwehren. Sie legt ihrerseits ein Übernahmeangebot für die Banco BPM in Höhe von 25,3 Milliarden Euro und für die Banca Generali, die zur gleichnamigen Versicherung gehört, im Volumen von 8,7 Milliarden Euro vor.

Zugleich kündigt der Vorstand der MPS auch eine Sonderdividende in Höhe von vier Milliarden Euro für die eigenen Aktionäre an, die sich aus Barmitteln und der Generali-Beteiligung speist. Hier hält die Monte dei Paschi rund 13 Prozent der Anteile. Am 29. Oktober soll über eine außerplanmäßige Hauptversammlung der MPS die Zustimmung der Aktionäre zu den Übernahmen eingeholt werden.

Intesa Sanpaolo (WKN: 850605)

Für den MPS-CEO Luigi Lovaglio geht es letztlich um die Verteidigung der Eigenständigkeit. Allerdings dürfte das nicht einfach werden, denn Generali ist bei der Banca Generali Mehrheitsaktionär, und die französische Crédit Agricole ist mit knapp 30 Prozent bei der Banco BPM an Bord.

Banca Monte dei Paschi di Siena SpA (WKN: A3DU7S)

Im italienischen Bankensektor geht die Post ab. DER AKTIONÄR setzt bereits seit Längerem auf eine Übernahme der MPS, was Anlegern seit der Empfehlung ein Plus von 84,0 Prozent einbrachte. Insbesondere wegen der beherrschenden Marktstellung und der hohen Ausschüttungen ist auch die Intesa Sanpaolo ein Kauf, selbst wenn die Übernahme der MPS scheitern sollte.

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