Deutsche Bank sortiert sich neu: Indien im Fokus

Deutsche Bank sortiert sich neu: Indien im Fokus
Foto: nitpicker/Shutterstock
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Fabian Strebin Heute, 11:21 Fabian Strebin

Die Deutsche Bank könnte laut Medienberichten vor einem Verkauf ihrer Privatkundensparte in Indien stehen. Damit käme der Vorstand bei der Neuordnung auf diesem Markt einen wichtigen Schritt voran und würde gleichzeitig sein Profil schärfen. Aktuell könnte die Ausgangslage dafür günstig sein.

Wie verschiedene Medien berichten, gibt es für die Privatkundensparte der Deutschen Bank in Indien und dem Vermögensverwaltungssegment mindestens zwei verbindliche Angebote. Dabei soll es sich um die Kotak Mahindra Bank und die Federal Bank handeln. Mit der Angelegenheit vertraute Personen sprechen von Vermögenswerten der beiden Einheiten, die mindestens 2,5 Milliarden Dollar betragen sollen.

Der Bieter Emirates NBD, der ebenfalls Interesse an dem Portfolio zeigte, ist nun wohl aus dem Rennen, da man sich zurückgezogen hat. Allerdings sollen die Verhandlungen mit Kotak und der Federal Bank ebenfalls noch andauern.

Bereits 2018 wollte die Deutsche Bank die Geschäftsbereiche verkaufen. Allerdings konnte man sich mit dem damaligen Bieter, der IndusInd Bank, nicht einigen und brach die Gespräche ab. Aktuell betreibt Deutschlands größtes Finanzinstitut in Indien Filialen in 16 Städten und hat sich zunehmend auf das Firmenkundengeschäft und das Investmentbanking für größere Kunden fokussiert.

Die Ausgangslage für einen Verkauf könnte derzeit gut sein, da es zuletzt auch durch ausländische Investoren zu Käufen in der indischen Finanzbranche kam. Das positive Wirtschaftswachstum und eine Zunahme der Einlagen im Bankensektor stützen die Entwicklung.

Deutsche Bank (WKN: 514000)

Der Verkauf der Privatkundenaktivitäten in Indien könnte den Fokus der Deutschen Bank auf die einträglichsten Geschäftsbereiche stärken. Die Aktie ist nach wie vor spannend und befindet sich in einem stabilen Aufwärtstrend. Eine niedrige Bewertung und zunehmendes Potenzial bei der Dividende und den Aktienrückkäufen sprechen für sich. Wer noch nicht investiert ist, kann an schwachen Tagen zugreifen.

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