Zum Ende der Woche zeigen sich die Märkte in Europa freundlich. Das gilt insbesondere für Finanzwerte, die in dieser Woche teils arg unter die Räder gekommen waren. Wie weit die Erholung trägt, bleibt abzuwarten. Einen neuen Impuls könnten indes die Quartalszahlen liefern. Das erwartet der Konsens bei der Deutschen Bank.
- Europäische Bankaktien erholen sich zum Wochenschluss; die Deutsche Bank legt 1,5 Prozent zu.
- Die Aktie notiert wieder über der 200-Tage-Linie bei 29,90 Euro.
- Für das dritte Quartal erwarten Analysten 8,23 Milliarden Euro Erlöse und 1,69 Milliarden Euro Nettogewinn.
Der Euro Stoxx Banks schwingt sich heute im Vormittagshandel mit 1,1 Prozent auf, um den Verlusten dieser Woche zumindest etwas entgegenzusetzen. Auch der Euro Stoxx und der DAX sind klar im Plus. Größter Gewinner ist die Banca Generali aus Italien mit einer Performance von 4,7 Prozent. Die Deutsche Bank gewinnt 1,5 Prozent.
Bei etlichen Branchenvertretern kam es in den letzten Tagen zu einem Bruch wichtiger Unterstützungen, oft in Form gleitender Durchschnitte. So durchbrach der Kurs auch bei der Deutschen Bank kürzlich die 200-Tage-Linie bei 29,90 Euro. Im heutigen Intradayhandel steht die Aktie nun wieder über der wichtigen Marke. Es wäre wichtig, dieses Niveau bis zum Schlusskurs zu halten.
In den kommenden Wochen könnten Spekulationen über die anstehenden Quartalszahlen dem Kurs weiter nach oben helfen. Ende des Monats, am 28. Oktober, will der Vorstand die Entwicklung des dritten Quartals vorstellen. Die Analystengemeinde erwartet bei den Erlösen einen Anstieg um rund 200 Millionen Euro auf 8,23 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn wird aktuell bei 1,69 Milliarden Euro gesehen, was rund 90 Millionen Euro weniger als vor einem Jahr wäre.
Die Situation für europäische Bankaktien ist durch die Angst vor einer neuen Eurokrise aufgrund der hohen Verschuldung etlicher Eurozonenländer derzeit angespannt. Die Finanzinstitute befinden sich aufgrund deutlich höherer Eigenkapitalquoten und schärferer Regulierung in einer deutlich besseren Verfassung als noch vor 15 Jahren. Das hilft indes wenig, wenn Anleger massenhaft Aktien aus ihren Depots schmeißen. Investierte bleiben in jedem Fall dabei. Mehr zur fundamentalen und operativen Lage bei der Deutschen Bank lesen Sie in der neuen Ausgabe, hier als ePaper erhältlich.
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