Das Papier des US-amerikanischen Sportartikelherstellers Nike ist weiter auf der Suche nach einem tragfähigen charttechnischen Boden. Mit dem nachhaltigen Rutsch unter 40 Dollar fällt die nächste runde Marke auf dem Weg nach unten, was den tiefsten Stand seit dem Jahr 2024 bedeutet. Ausgehend vom Rekordhoch von Ende 2021 hat der Dow-Jones-Titel inzwischen satte 78 Prozent verloren.
Für negative Stimmung unter den Anlegern sorgt zu Wochenbeginn eine kritische Einschätzung der Schweizer Großbank UBS. „Neue Daten des UBS Evidence Lab zeigen, dass die Preise für Nike-Markenschuhe auf dem sekundären Sneaker-Markt im Juli im Jahresvergleich um 2,9 Prozent gesunken sind. Damit verzeichneten sie den dritten Monat in Folge einen Rückgang“, so UBS-Analyst Jay Sole.
Demnach sanken im Juli auch die Preise für die Marke Jordan im Jahresvergleich um 2,8 Prozent, was wiederum eine Verschlechterung um 480 Basispunkte gegenüber dem Stand von 2,0 Prozent im Juni bedeutet.
Analyst Sole geht davon aus, dass sich der Nike-Aktienkurs verbessern wird, wenn "die Anleger Vertrauen darin gewinnen, dass die Wachstumsrate von Nike ihren Tiefpunkt erreicht hat und sich irgendwann weniger schlecht entwickeln wird – mit der Aussicht auf eine Rückkehr zu nachhaltig positivem Wachstum“.
Die Daten des Sekundärmarktes für Juli würden diesen Wendepunkt bislang noch nicht zeigen, so der UBS-Experte. Das Votum lautet weiterhin "Neutral" mit einem Zielkurs von 48 Dollar.
Anleger zweifeln derzeit massiv daran, dass Nike kurzfristig wieder auf einen deutlich profitableren Wachstumskurs zurückkehren kann. Die jüngsten Preisentwicklungen, die die UBS analysiert hat, deuten in jedem Fall derzeit nicht auf eine baldige Trendwende hin. Anleger lassen sich von den optisch günstigen Notierungen nicht blenden und greifen nicht ins fallende Messer.
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