Es ist ein historischer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte: Die Gründerfamilie Arnault hält bei LVMH mehr als die Hälfte des Kapitals und sichert sich damit offiziell die absolute Mehrheit am Luxusimperium. Damit sendet CEO Bernard Arnault eine klare Botschaft an den Markt.
Mit 50,01 Prozent des Aktienkapitals gehört dem Arnault-Clan jetzt mehr als die Hälfte des weltgrößten Luxuskonzerns. Die Stimmrechtsmehrheit von rund 66 Prozent lag zwar schon länger in Familienhand. Doch die 50-Prozent-Marke beim Kapital ist eine symbolische Schwelle, die jetzt endgültig geknackt wurde.
Schwäche als Chance
Während viele Anleger wegen der Luxusflaute nervös werden, greift Arnault beherzt zu. Besonders nach den enttäuschenden Jahreszahlen Ende Januar kaufte er kräftig nach. Rund 407 Millionen Euro flossen allein in dieser Phase in LVMH-Papiere.
Die Aktie notiert aktuell bei rund 557 Euro, seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 13 Prozent zu Buche. Nach unten dürfte die 200-Tage-Linie stützen, doch im Fokus steht nun ein nachhaltiger Ausbruch über den GD50 bei rund 685 Euro.
Gefangen in der Luxusflaute
2025 musste LVMH einen Umsatzrückgang von einem Prozent verkraften, der Nettogewinn schrumpfte sogar um neun Prozent. Vor allem China bleibt ein Problem. Die Nachfrage schwächelt, viele Konsumenten halten sich zurück. Das trifft die gesamte Branche.
Trotz der operativen Delle bleibt die Mehrheit der Analysten positiv gestimmt. 20 der 36 Experten bei Bloomberg raten weiterhin zum Kaufen, 15 vertreten eine Halteempfehlung. Das durchschnittliche Kursziel bietet mit 651 Euro rund 17 Prozent Potenzial. UBS-Analystin Zuzanna Pusz vertritt mit 706 Euro eines der bullishten Kursziele.
Die LVMH-Aktie ist derzeit keine laufende Empfehlung. Die Lage im Luxussektor bleibt volatil, vor einem nachhaltigen Sprung über den GD50 drängt sich kein Einstieg auf. Auf welche Luxusplayer Anleger jetzt stattdessen setzen sollten, erfahren Sie in Ausgabe 09/26 des AKTIONÄR. Den Link zum E-Paper gibt es hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: LVMH.
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: LVMH.
LVMH-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 12:58