Die Comebacks nach Corona
30.10.2018 Nikolas Kessler

Wirecard überrascht mit vorläufigen Zahlen – was macht die Aktie?

-%
Wirecard

Wirecard hat am Dienstagmorgen vorläufige Zahlen für die ersten neun Monate und das dritte Quartal 2018 vorgelegt. Die im August erhöhte EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr wurde im Zuge dessen bestätigt. Reicht das den Anlegern?

Wie der Zahlungsabwickler auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte, ist der Umsatz zwischen Januar und September um 42 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro gestiegen. Beim operativen Gewinn (EBITDA) steht im selben Zeitraum ein Plus von 38 Prozent auf 395,5 Millionen Euro zu Buche.

Für das dritte Quartal weist Wirecard im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von 35 Prozent auf 549,2 Millionen Euro sowie einen Anstieg des EBITDA um 36 Prozent auf 150,1 Millionen Euro aus.

Nach der positiven Entwicklung in den ersten drei Quartalen des Jahres und in Erwartung einer „starken Geschäftsentwicklung“ im laufenden Schlussquartal hat der Vorstand die EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Diese war anlässlich der Halbjahresbilanz im August bereits auf 530 bis 560 Millionen Euro erhöht worden. Den vollständigen Quartalsbericht wird Wirecard am 14. November präsentieren.

Aktie auf der Watchlist

Nach der heftigen Achterbahnfahrt der vergangenen Wochen reagiert die Wirecard-Aktie im vorbörslichen Handel mit einem deutlichen Plus von fast drei Prozent auf die vorläufigen Zahlen. Damit sieht es am Morgen nach einer Fortsetzung der jüngsten Erholung aus. Aktuell steht Wirecard jedoch nicht auf der Empfehlungsliste des AKTIONÄR.

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6