Hier wird Geschichte geschrieben. Nicht verpassen!
25.09.2019 Nikolas Kessler

Wirecard: UBS schlägt Alarm – Wachstum in Gefahr?

-%
Wirecard

Unterschiedlicher könnten die Einschätzungen kaum sein: Während die Wirecard-Aktie für Goldman Sachs ein klarer Kauf bleibt, senkt UBS am Mittwoch den Daumen. Beide Analysten argumentieren dabei mit dem organischen Wachstum des Zahlungsabwicklers.

Hannes Leitner von UBS war noch nie der allergrößte Bulle unter den Analysten, die Wirecard covern. In einer aktuellen Studie schraubt er die Erwartungen aber noch einmal deutlich zurück: Die Einschätzung wird von „Buy“ auf „Neutral“ und das Kursziel von 160 auf 151 Euro reduziert. Damit sieht er die Aktie auf dem aktuellen Niveau nahezu fair bewertet.

Als Grund für das begrenzte Aufwärtspotenzial verweist der Analyst auf eine beginnende Abschwächung der organischen Wachstumskennziffern. Dies begrenze auch den Spielraum für einen höheren Ausblick.

Klare Kaufempfehlung von Goldman Sachs

Mohammed Moawalla von Goldman Sachs kommt zu einem anderen Ergebnis: Die Aussagen des Managements zum weiteren organischen Wachstum des Zahlungsabwicklers seien optimistisch gewesen, so sein Fazit nach einer Investorenveranstaltung.

Entsprechend bestätigte er am Dienstag das „Conviction Buy“-Rating für die Wirecard-Aktie mit einem Kursziel von 230 Euro. Damit signalisiert er über 55 Prozent Kurspotenzial für den DAX-Titel.

Wirecard (WKN: 747206)

Angesichts der zahlreichen Partnerschaften, die Wirecard in den vergangenen Wochen und Monaten verkündet hat, erscheint die Angst vor einer Wachstumsdelle schwer nachvollziehbar. Zumal Wirecard-CEO Markus Braun für Anfang Oktober bereits eine Erhöhung der Langfrist-Prognose bis 2025 in Aussicht gestellt hat. DER AKTIONÄR bleibt daher weiterhin positiv gestimmt und setzt auch im Aktien-Musterdepot sowie im Real-Depot auf steigende Kurse.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

Mit Material von dpa-AFX.

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6