Hebel-Power: Mit diesen 8 Optionsscheinen den Markt schlagen.
11.02.2019 Börsen. Briefing.

Wirecard-Aktie: "Financial Times Skandal" | "Weiterer Artikel" | "Bei 50 Euro nachkaufen" | "Ermittlung gegen Dan McCrum"

-%
Wirecard

Die Aktie des Zahlungsdienstleisters Wirecard hat sich ausgehend von ihrem Hoch zwischenzeitlich im Wert halbiert. In den vergangenen beiden Wochen sorgte eine Artikel-Serie in der Financial Times für dramatische Turbulenzen, drückte das Papier binnen kürzester Zeit um über 40 Prozent ins Minus. Analysten halten an ihren Kurszielen fest, dem Titel damit die Stange. Andernorts allerdings wird ein ganz anderes Szenario diskutiert.

Nicht nur unter Journalisten, Börsianern und Analysten wird der rapide Absturz der Wirecard-Aktie trefflich diskutiert. Auch in den sozialen Medien ist Wirecard längst ein Thema. Die Meinungen gehen dabei weit auseinander. Auffällig oft aber schlägt das Meinungs-Pendel zugunsten des Aschheimer Unternehmens aus. So schreibt etwa Johannes Tebvitz auf Twitter: „Wirecard …. Aus meiner Sicht ein Financial Times-Skandal und kein Wirecard-Skandal.“

Wirecard .... aus meiner Sicht ein Financial Times-Skandal und kein Wirecard-Skandal #ft #fd

Twitter-Nutzer A. Frog wittert hinter der Artikel-Serie einen Versuch, den Aktienkurs zu drücken, um den Preis einer Übernahme zu senken. Er schreibt: „Wie kaufe ich ein DAX-Unternehmen? 1. Kaufe eine Finanznachrichten-Seite/ein paar Experten. 2. Verbreite ein paar negative Nachrichten. 3. Spare Milliarden an Dollar.“

How to buy a DAX company?
1) buy a financial news platform/some "experts"
2) spread some negative news
3) save billions of dollars#wirecard

HoloEagle fordert eine Untersuchung gegen FT-Redakteur Dan McCrum, sollten sich die Vorwürfe als unwahr herausstellen. Er schreibt: „Es ist unglaublich, was ein einzelner Mann mit unbewiesenen Anschuldigen anrichten kann. Wirecard runter auf 97 Euro, und ich denke, es ist nicht das Ende des Abwärtstrends, bis das Gegenteil bewiesen ist. Es sollte ein Ermittlungsverfahren gegen Dan McCrum eingeleitet werden, wenn sich die Anschuldigen als unwahr herausstellen.“

Unbelievable what one man can do with unproven accusations. #Wirecard down to about 97€ and I guess it's not the end of the downtrend until they prove the opposite.

There should be an investigation against Dan McCrum if nothing is true. pic.twitter.com/NH4TYzYPVK

Luke greift ein Thema auf, das nicht wenige beschäftigt. Er sieht das Kernproblem von Wirecard darin, dass „niemand richtig weiß, was das Unternehmen“ eigentlich macht.

I guess the real problem #wirecard has, is nobody knows what they do and where we get in contact with their products #marketing #stock

In den zunehmenden Short-Meldungen sieht Baschdi ein Indiz für einen weiteren Artikel.

@FT next article? #wirecard https://t.co/aMVvTvnmD9

Auch auf der Facebook-Seite des AKTIONÄR wird teils heftig über die jüngsten Ereignisse bei Wirecard diskutiert. Die einen sehen Kaufkurse, andere die Aktie weiter fallen. Nutzer Max Markulla etwa schreibt: „Bei 50 würde ich auch nochmal nachkaufen.“

Eine aktuelle Einschätzung der AKTIONÄR-Redaktion finden Sie hier.

| Auf dem Laufenden bleiben | Täglich. Kostenfrei. Unverbindlich. |

Bleiben Sie über die Entwicklung bei Wirecard, Infineon, der Deutschen Bank und anderen spannenden Unternehmen auf dem Laufenden. Lesen Sie das Börsen.Briefing. – den neuen täglichen Newsletter des AKTIONÄR. Wenn Sie sich bisher noch nicht registriert haben, besuchen Sie jetzt www.boersenbriefing.de und bestellen Sie kostenfrei und unverbindlich das Börsen.Briefing. Oder nutzen Sie einfach das nachstehende Formular. Schon am nächsten Börsentag erhalten Sie die erste Ausgabe des Börsen.Briefing. kostenfrei in Ihr E-Mail-Postfach zugestellt.

Der Newsletter ist unverbindlich und kostenlos. Zum Abbestellen reicht ein Klick auf den Abmelde-Link am Ende des Newsletters.

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6