Die Aktie des amerikanischen Wassertechnik-Experten Xylem rauscht nach den Zahlen zum dritten Quartal unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar. Zur Stunde verliert der Titel rund 13 Prozent an Wert und rangiert damit am Ende des marktbreiten S&P 500.
Der Hersteller von Anlagen zur Wasseraufbereitung sowie analytischen Geräten hat mit seinen Zahlen zum abgelaufenen Jahresviertel die Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt. Der Umsatz blieb im dritten Quartal mit 2,20 Milliarden Dollar hinter der Markterwartung in Höhe von 2,28 Milliarden Dollar zurück (was einem organischen Umsatzwachstum von zehn Prozent entsprach).
Das bereinigte EBITDA belief sich auf 527 Millionen Dollar. Analysten hatten hingegen 544 Millionen Dollar auf dem Zettel. Unter dem Strich erzielte das Wasser-Unternehmen beim bereinigten Ergebnis je Aktie ein Plus von fünf Prozent auf 1,44 Dollar. Auch hier hatte der Markt mit 1,45 Dollar pro Papier einen Tick mehr erwartet.
Trotz einem Plus bei den Aufträgen von zehn Prozent kassiert Xylem die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Der Wassertechnik-Spezialist will nun zwischen 5,40 und 5,45 Dollar je Aktie verdienen. Zuvor stellte die Gesellschaft einen Gewinn von 5,55 bis 5,70 Dollar in Aussicht. Der Umsatz soll bei 8,95 Milliarden Dollar liegen und damit unter dem Vorjahresniveau (Umsatz 2025: gut 9,03 Milliarden Dollar). Zuvor stellten die Amerikaner noch ein Erlösplus von zwei Prozent in Aussicht.
Auf Basis der gesenkten Prognose wird die Aktie immer noch mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 18 gehandelt. Dabei geht das Unternehmen nun von keinem Wachstum mehr aus.
Der Kursverlauf der Xylem-Aktie spricht Bände. Auch wenn das Unternehmen im Bereich der Wassertechnik gut positioniert ist und der Sektor vor allem langfristig hochinteressant ist, sollten Anleger nicht ins fallende Messer greifen und abwarten.
27.10.2026, 20:40
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