Beim Blick auf die Nachrichten aus Paris oder Mailand beschleicht mich Fassungslosigkeit. Immerhin gibt es kaum noch Politiker und Medien, die von „Schülerprotesten“ sprechen. Meine Gedanken zu Ignoranz, Gewalt und gefährlicher Nähe.
Das Rathaus von Limoges. Sitz des Bürgermeisters einer Stadt in Zentralfrankreich. Bis vor wenigen Tagen den meisten Menschen kein Begriff. Jetzt ein Symbol für Barbarei und Staatsversagen. Baujahr 1883, im Zweiten Weltkrieg eng mit der Geschichte der Resistance verbunden. Zwei Weltkriege überlebt, im Oktober 2026 von Randalierern angezündet und eingestürzt.
Dieses brennende Rathaus markiert den bisherigen Höhepunkt von bürgerkriegsähnlichen Zuständen in unserem Nachbarland. Was als Proteste für bessere Lernbedingungen an den Schulen gestartet war, wurde von Chaoten gekapert. Offizielle Stellen bestätigen: Schüler oder „klassische Demonstranten“ waren kaum an den Ausschreitungen beteiligt, fast 90 Prozent der festgenommenen Randalierer sind volljährig und wahlweise Linksextreme oder junge Männer aus den „Banlieues“, den migrantisch geprägten Vororten von Frankreichs Großstädten. Brennende Straßen, lebensgefährliche Angriffe auf Polizisten, eingeschlagene Schaufenster, Plünderungen, Anarchie und Panik – die Szenen, die sich am Wochenende in ganz Frankreich, aber auch in italienischen Großstädten abspielten, machen Angst. Man kann dem deutschen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt angesichts der Bilder nur schwer widersprechen, wenn er sagt: „Wer Straßen in Schlachtfelder verwandelt, Polizisten angreift und Rathäuser anzündet, demonstriert nicht für bessere Bildung, sondern führt einen bewaffneten Kampf gegen die freiheitliche Gesellschaft und unseren Lebensstil.“
Erste Experten warnen bereits, dass die französischen Zustände vom Wochenende auch hier in Deutschland schnell Realität werden könnten. Denken Sie doch einmal bitte an Ihren Heimatort – egal wie groß oder klein. Vielleicht reicht schon ein Dutzend gewaltbereiter Chaoten? Oder ein paar davon? Wenn in Ihrer Fußgängerzone die Anarchie ausbrechen würde: Hätten Sie das Vertrauen, dass der Staat das Thema zügig regeln würde? Dass ausreichend Polizei, ausreichend ausgerüstet, zügig vor Ort wäre? Und was wäre Ihr Rezept als Verantwortlicher in dieser Situation? Wer mir dabei wirklich leidtut, sind die Männer und Frauen in den Uniformen, die dabei einmal mehr den Kopf hinhalten müssten. Wir reden hier leider nicht von Fiktion: Angespornt von den Vorbildern aus dem Nachbarland planen verschiedene Gruppierungen mittlerweile ganz offen ähnliche „Demos“ auch in Deutschland.
Und was geschieht währenddessen im politischen Berlin? Nicht nur, dass sich linke Politiker in den sozialen Medien bewundernd über die Proteste in Frankreich äußern. Nein. Sie verhandeln zudem mit der SPD und den Grünen über eine Regierungskoalition in der Hauptstadt. An sich würde es ja passen: Spätkommunisten alimentieren Clan-Chefs und Terror-Unterstützer direkt am Ort des Geschehens. Der Mob kann sich überlegen, ob er das Brandenburger Tor abfackelt oder die Siegessäule, und auf der kerzengeraden Prachtstraße zwischen beiden Event-Locations kann sich wenigstens niemand verlaufen. Deutsche Effizienz trifft Nanny-Staat trifft Bürgerkrieg. Das ist alles so surreal, dass man mittlerweile jeden Wahnsinn für möglich hält.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn die Politik nicht jetzt sofort aufwacht und ein paar Dinge wieder in die Spur bekommt, dann brennt auch Deutschland. Spätestens dann sind auch die Grünen dagegen. Ich sage nur: Feinstaub!
Heute, 08:43
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