Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
02.08.2019 Benedikt Kaufmann

Vonovia-Zahlen: Höhere Investitionen, höhere Gewinne, höhere Kurse!

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Vonovia
Trendthema

Mehr Immobilien und teurere Mieten spielen Vonovia in die Karten. Im ersten Halbjahr hat Deutschlands größter Immobilienkonzern deutlich höhere Gewinne verzeichnet. Zudem profitierte Vonovia von seinem Geschäft mit der Immobilienprojektentwicklung sowie geringeren Kosten bei der Bewirtschaftung der Wohnungen.

In den ersten sechs Monaten 2019 stieg das operative Ergebnis - gemessen an der für die Branche wichtigen Kenngröße Funds from Operations, kurz FFO - im Jahresvergleich um knapp 13 Prozent auf 609 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Freitag in Bochum mitteilte. Das war etwas mehr, als von Analysten erwartet wurde. Dieser Wert ist unter anderem deshalb wichtig, da sich die Dividende danach richtet.

Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr bestätigte Vonovia. Das Unternehmen peilt weiterhin für 2019 ein operatives Ergebnis (FFO) in Höhe von 1,17 bis 1,22 Milliarden Euro an. Im Vorjahr hatte der Immobilienkonzern 1,13 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Die Mieteinnahmen stiegen im ersten Halbjahr bei einem weiterhin geringen Leerstand um 13,9 Prozent auf gut eine Milliarde Euro. Die Nettomiete legte auf 6,64 Euro pro Quadratmeter zu - das 4,4 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig steckte Vonovia mit knapp 600 Millionen Euro rund 65 Prozent mehr in Modernisierung und Neubau.

Vonovia wächst seit Jahren mithilfe von Übernahmen, zuletzt expandierte das Unternehmen auch ins Ausland. Mittlerweile gehören Vonovia knapp 400 000 Wohnungen. Die Bochumer sind in den vergangenen Jahren vor allem durch Zukäufe von Rivalen wie Gagfah, Süddeutsche Wohnen (Südewo), Franconia und Wiener Conwert stark gewachsen. 2018 kamen Buwog aus Österreich und Victoria Park aus Schweden hinzu.

Vonovia (WKN: A1ML7J)

Ein solides erstes Halbjahr, dass der Vonovia-Aktie helfen sollte, die schädliche Diskussion über einen Berliner Mietendeckel hinter sich zu lassen. Anleger bleiben investiert.

Mit Material von dpaAFX.