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16.12.2020 Marion Schlegel

US-Notenbank bleibt bei ultralockerer Geldpolitik – so reagieren Dow & Co

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DowJones

Auf die Ergebnisse der US-Notenbanksitzung haben die US-Aktienmärkte am Mittwoch zunächst mit einer leichten Abwärtsbewegung reagiert. Der Dow Jones notierte zuletzt 0,3 Prozent tiefer bei 30.096,35 Punkten. Der marktbreite S&P 500 sank um 0,1 Prozent auf 3.692,90 Punkte. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es zuletzt um 0,2 Prozent auf 12.614,41 Zähler aufwärts.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bestätigte auf der letzten Sitzung des laufenden Jahres ihre ultralockere Geldpolitik. Der Leitzins bleibt in der extrem niedrigen Spanne von 0 bis 0,25 Prozent. Ökonomen hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Die Fed versucht mit ihrer lockeren Geldpolitik, die Wirtschaft in der Corona-Krise zu stützen.

DowJones (ISIN: DE000DB2KFA7)

Die US-Notenbank  gibt sich etwas zuversichtlicher für die konjunkturelle Entwicklung der Vereinigten Staaten. Die Wirtschaftsleistung dürfte infolge der Corona-Pandemie in diesem Jahr zwar zurückgehen, allerdings dürfte der Rückgang schwächer ausfallen als bisher erwartet, wie aus neuen Prognosen der Fed vom Mittwoch hervorgeht. Die Projektionen für die Jahre 2021 und 2022 wurden ebenfalls leicht angehoben.

Konkret geht die Fed in diesem Jahr von einer um 2,4 Prozent schrumpfenden Wirtschaft aus. Bisher wurde ein Rückgang um 3,7 Prozent angenommen. Für 2021 wird ein Wirtschaftswachstum von 4,2 Prozent prognostiziert, anstatt den bisher angenommenen 4,0 Prozent. Für 2022 beträgt die erwartete Wachstumsrate 3,2 anstatt 3,0 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit dürfte den Prognosen zufolge in den Jahren 2020 bis 2022 nicht so hoch ausfallen wie bisher befürchtet. Die Inflationsprognosen wurden für 2021 und 2022 leicht erhöht. Die Erwartungen der Fed ergeben sich aus den jeweiligen Prognosen der einzelnen Notenbankmitglieder.

S&P 500 (ISIN: DE000DB2KFC3)

Die Fed hat angesichts der weiter schwelenden Corona-Krise ihre Handlungsbereitschaft bekräftigt. Die Fed werde all ihre Instrumente nutzen, um die amerikanische Wirtschaft in dieser "herausfordernden Zeit" zu stützen, heißt es in einer Erklärung zum Zinsentscheid der Notenbank vom Mittwoch.

Die milliardenschweren Anleihekäufe sollen solange fortsetzen werden, bis "substanzielle Fortschritte" bei den Zielen der Fed erreicht seien. Auf diese Klarstellung hatten Beobachter gewartet. Die Wertpapierkäufe zur Konjunkturstützung sollen aber zunächst mit dem bisherigen Tempo und der bisherigen Zusammensetzung fortgeführt werden, schreibt die Fed.

Nasdaq 100 (ISIN: DE000DB2KFB5)

Frische US-Konjunkturdaten hatten zuvor nur wenig Einfluss auf die Notierungen gehabt. So sind die Einzelhandelsumsätze im November überraschend deutlich gefallen. Zudem hat sich die Stimmung auf dem US-Häusermarkt im Dezember stärker als erwartet eingetrübt. Die Einkaufsmanagerindizes für die Industrie und den Dienstleistungssektor im Dezember fielen uneinheitlich aus.

(Mit Material von dpa-AFX)

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