Machen Sie jetzt den Stresstest für Ihr Depot
Foto: Börsenmedien AG
19.05.2015 Jochen Kauper

United Internet: Zahlen unter den Erwartungen- was macht die Aktie?

-%
DAX

Die Analysten hatten etwas mehr erwartet. United Internet ist mit viel Schwung in das Jahr 2015 gestartet. Der Umsatz legte von 709 auf 905 Millionen Euro zu. Das EBITDA kletterte von 112 auf 173 Millionen Euro. Im Vorfeld rechneten die Experten mit einem Anstieg der Erlöse auf 908 Millionen Euro, beim EBITDA rechneten die Experten mit 180 Millionen Euro.

Keine höhere Prognose für 2015

Analysten waren zudem daran interessiert, ob ein starkes erstes Quartal Konzernchef Ralph Dommermuth schon zu einer höheren Prognose ermutigen kann. Das war nicht der Fall. Die Enttäuschung könnte auf den ersten Blick doch etwas größer ausfallen. Ralph Dommermuth hat lediglich die Prognosen bestätigt.

Viele Neukunden
Dommermuth selbst hatte bei Vorlage des Ausblicks schon angedeutet, dass bei gutem Verlauf wie im Vorjahr vielleicht noch mehr drin ist. Zuletzt hatte er bereits von einem "sehr guten" Kundenwachstum im ersten Quartal gesprochen. Analystenschätzungen gehen mehrheitlich von mehr als 200.000 neuen Kunden aus. Experte Adrian Pehl von der Investmentbank Equinet schätzt allein bei mobilen Internetzugängen ein Plus von 180.000 Kunden. Damit lag Pehl dann doch etwas zu niedrig. 230.000 Neukunden zählte United Internet im ersten Quartal.

Guter Mix

United Internet hat im vergangenen Jahr den Glasfasernetzbetreiber Versatel komplett übernommen. Dazu runden die Marken 1&1, Gmx und Web.de das Geschäftsmodell ab. Zuletzt stieg United Internet für rund 420 Millionen Euro beim Mobilfunkanbieter Drillisch ein. Dommermuth kann sich weitere Zukäufe etwa bei Stadtnetzbetreibern vorstellen, um das Netz von Versatel engmaschiger zu machen.

Kaufen

United Internet ist eines der Top-Investments im Internetbereich. DER AKTIONÄR bleibt daher bei seiner Einschätzung: Schwache Tage bleiben Kauftage.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
DAX - Pkt.
United Internet - €

Buchtipp: Stock-Picking mit Nebenwerten

Jeder Anleger kennt die Werte aus den großen Indizes. Außerhalb von DAX, MDAX und TecDAX nimmt die Coverage jedoch drastisch ab. Schon im SDAX werden nicht alle Titel regel­mäßig analysiert und wenn, dann nur von wenigen Experten. In ihrem zeitlosen, nun unverändert neu aufgelegten Klassiker „Stock-Picking mit Nebenwerten“ zeigt die im September 2020 verstorbene Börsenexpertin Beate Sander, wie Anleger erfolgreich auf die Suche nach interessanten Nebenwerten gehen können. Die Small-Cap-Indizes einfach durch Zertifikate nachzubilden dürfte angesichts der vergangenen Kurssteiger­ungen nicht mehr lohnend sein. Die gezielte Auswahl aussichtsreicher und unterbewerteter Papiere wird aber lukrativ bleiben. Dafür liefert Beate Sander gewohnt eloquent und kompetent das nötige Rüstzeug.
Stock-Picking mit Nebenwerten

Autoren: Sander, Beate
Seitenanzahl: 304
Erscheinungstermin: 15.07.2021
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-785-8