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20.02.2014 Stefan Limmer

Übernahmepläne: Öffnet Nokia die Kriegskasse?

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Laut Presseberichten erwägt Nokia einen Zusammenschluss mit dem US-Netzwerkausrüster Juniper Networks. Bisher besteht lediglich eine Vertriebskooperation zwischen den beiden Unternehmen. Eine engere Zusammenarbeit würde vor allem dem bisher schwachen US-Geschäft von Nokias Netzwerksparte NSN unter die Arme greifen.

Dabei wird dem Bericht zufolge auch eine Übernahme Junipers durchgespielt. Zuletzt scheitere eine Zusammenarbeit zwischen NSN und dem französischen Konkurrenten Alcatel-Lucent an der Führungsfrage.

Nach dem geplanten Verkauf seines Handy-Geschäfts für 5,4 Milliarden Euro an Microsoft, wird die Netzwerksparte NSN des finnischen Konzerns in Zukunft rund 90 Prozent der Erlöse ausmachen. Nokia sucht daher aktuell nach einer neuen Unternehmensstrategie. Als Nummer Drei im Markt für Telekommunikationsausrüster dürfte es Nokia schwer haben, sich gegen Konkurrenten wie Ericsson oder Huawei zu behaupten. Zudem rückt Nokia in den Fokus von Finanzinvestoren, die aufgrund des hohen Cash-Bestandes Interesse an einer Zerschlagung des Konzerns haben könnten.

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Die Nokia-Aktie reagiert mit einem leichten Kursplus auf die Berichte. Zuletzt geriet der Wert nach Veröffentlichung der Zahlen unter Druck. In der nächsten Handelswoche dürfte Nokia in Barcelona auf dem Mobile World Congress seine neue Strategie vorstellen. Solange darüber keine Klarheit herrscht, sollten Anleger weiter an der Seitenlinie bleiben.  

(mit Material von dpa-AFX)

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