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Foto: TUI
08.03.2021 Carsten Kaletta

TUI: Sehnsucht nach klarer Kante

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TUI

Nach dem jüngsten Kompromiss bei TUIfly will TUI an der alles entscheidenden Reisefront (weiter) vorwärts kommen. So hat Deutschland-Chef Marek Andryszak die verantwortlichen Politiker aufgefordert, den Veranstaltern klare Vorgaben für Urlaubsreisen unter Corona-Bedingungen zu machen. Die TUI-Aktie kann davon im frühen Handel profitieren.

"Wer jetzt eine Reise bucht, möchte wissen, wann er wieder ins Flugzeug steigen oder an Bord eines Schiffes gehen kann", sagte der Vorsitzende der Tui- Deutschland-Geschäftsführung, Marek Andryszak, dem Portal T-Online (Sonntag). "Mein Appell an die Politik lautet deshalb: Gehen Sie mit uns eine Partnerschaft ein, machen Sie Vorgaben fürs Verreisen. Und wir setzen das dann um."

Nach Ansicht von Andryszak könnte es "eine klare Ansage geben, dass jeder Urlauber vor der Abreise einen negativen Test vorweisen muss, der nicht älter als 48 Stunden ist". Die Reiseanbieter sollten diesen kontrollieren. "Wer keinen hat, fliegt nicht mit. Und genauso könnte man es bei der Rückreise halten."

Mit steigenden Reisepreisen rechnet der Manager nicht - im Gegenteil: "Der Urlaub wird dieses Jahr sogar günstiger werden", sagte Andryszak. Vergleiche man dieselben Reisezeiten und dieselben Reiselängen würden die Reisen eher billiger, weil viele Hotels nicht voll ausgelastet seien.

Auf einen hohen Auslastungsgrad, vor allem im Sommer, hofft TUI natürlich auch auf der Lieblingsinsel der Deutschen: Mallorca. Laut Mallarcozeitung reist TUI-Vorstand Sebastian Ebel heute für ein Treffen mit der balearischen Ministerpräsidentin Francina Armengol und dem Tourismusminister Iago Negueruela auf die Balearen-Insel. Dabei soll es unter anderem um das Voranschreiten der Impfungen auf den Inseln, um die Wiedereröffnung touristischer Einrichtungen und um sichere Reisekorridore gehen.

TUI (WKN: TUAG00)

Klare Vorgaben und Verabredungen in Sachen Corona würden dem Tourismus natürlich helfen, wieder Fuß zu fassen. Insbesondere sollte es zu keiner dritten Welle kommen. Charttechnisch wichtig wäre zudem, dass die 50-Tage-Linie bei 4,12 Euro nicht gerissen wird. DER AKTIONÄR hatte die TUI-Aktie in seiner Ausgabe 03/21 bei einem Kurs von 3,93 Euro zum Kauf empfohlen. Engagierte Anleger bleiben an Bord, setzen aber unbedingt bei 3,60 Euro einen Stopp-Loss.

(Mit Material von dpa-AFX)

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