Donald Trump stimmt seine Anhänger auf die anstehenden Wahlen ein. Bei einem Auftritt auf dem Parteitag der Republikaner in Dallas bezeichnete der US-Präsident die kommenden Midtermwahlen als "eine der wichtigsten Wahlen in der Geschichte unseres Landes" – und das nur knapp zwei Monate vor der Abstimmung.
Die Wählerinnen und Wähler sollten am 3. November so abstimmen, als stünde sein eigener Name auf dem Stimmzettel, so Trump. Zugleich warnte er eindringlich: Verlieren die Republikaner, werde das Land "durch die Hölle gehen".
Sollte seine Partei hingegen siegen, stellte Trump jedem erwachsenen US-Bürger eine Zahlung von 5.000 Dollar (umgerechnet etwa 4.300 Euro) in Aussicht. Diese Ausschüttung solle unter dem Namen "Trump-Dividende" laufen. Als einzige Bedingung für den Erhalt des Geldes nannte er, dass die Summe innerhalb der USA ausgegeben werden müsse: "Wir wollen nicht, dass ihr nach Kanada geht, nach China oder Deutschland."
Angesichts von rund 234,5 Millionen registrierten Wählerinnen und Wählern im Jahr 2024 würde Trumps Vorhaben Kosten von etwa 1,17 Billionen Dollar verursachen. Offen ließ der Präsident dabei, wie genau die Finanzierung erfolgen solle – er verwies lediglich auf die neu eingeführten Zölle und erklärte, man könne sich das Vorhaben leisten.
Viele Unklarheiten
Neben der Frage, ob die Republikaner die Midterms gewinnen werden (zuletzt waren lediglich 33 Prozent der Amerikaner mit Trumps Arbeit zufrieden), gibt es noch weitere offene Fragen. Noch ist unklar, wie die enorme Summe finanziert werden könnte. Auch die von Trump angekündigte Bedingung, das Geld müsse innerhalb der USA ausgegeben werden, erscheint bei knapp 235 Millionen potenziellen Empfängern äußerst schwierig überprüfbar zu sein.
Sollte es tatsächlich 5.000 Dollar für jeden US-Wähler geben, würde das zum einen den Konsum, zum anderen aber auch die Inflation ankurbeln. Gut möglich wäre aber natürlich auch, dass das zusätzliche Kapital am Aktienmarkt investiert wird.
Heute, 08:04
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