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07.10.2019 Nikolas Kessler

Top-Gewinner Wirecard: Platzt am Dienstag die Bombe?

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Wirecard

Die Wirecard-Aktie legt am Montagmorgen rund 2,5 Prozent zu und ist damit der Top-Gewinner im DAX. Die Anleger bringen sich bereits für einen wichtigen Termin in dieser Woche in Stellung.

Am morgigen Dienstag (8. Oktober) veranstaltet der Zahlungsabwickler in New York den diesjährigen Innovations- und Kapitalmarkttag – der ideale Rahmen für große Ankündigungen. Bereits vor rund einem Jahr hatte Wirecard bei seinem „Innovation Day“ in London mit der Langfrist-Strategie „Vision 2025“ für einen Paukenschlag gesorgt.

Diese sieht bis 2025 einen Anstieg des Transaktionsvolumens auf mindestens 710 Milliarden Euro vor. Der Umsatz soll bis dahin auf zehn Milliarden Euro und der operative Gewinn (EBITDA) auf 3,3 Milliarden Euro steigen. Wegen der zahlreichen neuen Kooperationen – insbesondere der strategischen Partnerschaft mit Softbank – könnten selbst diese ambitionierten Ziele zu konservativ sein.

Prognoseerhöhung und Aktienrückkäufe?

Mitte September hatte Vorstandschef Markus Braun bereits eine Anhebung der langfristigen Prognose in Aussicht gestellt, allerdings noch keine konkreten Zahlen verraten. Diese dürften am Dienstag folgen – und womöglich nicht die einzige gute Nachricht für die Aktionär bleiben.

Denn dem Unternehmen sind im September über eine Anleihe und die Wandelschuldverschreibung mit Softbank frische liquide Mittel in Höhe von 1,4 Milliarden Euro zugeflossen – Geld, das laut Wirecard neben der Schuldentilgung auch für „potenzielle Aktienrückkaufprogramme“ verwendet werden soll.

Wirecard (WKN: 747206)

Nachdem die Prognoseerhöhung und mögliche Aktienrückkäufe bereits in Aussicht gestellt wurden, dürften die Erwartungen von Anlegern und Analysten besonders hoch sein. DER AKTIONÄR ist aber zuversichtlich, dass Wirecard liefern und die Aktie mittelfristig weiter zulegen kann. Auch im Aktien-Musterdepot und im Real-Depot setzen wir auf frische Impulse für die Wirecard-Aktie. 

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

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