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Titan-Problem: Airbus gibt Entwarnung

Titan-Problem: Airbus gibt Entwarnung
Foto: Airbus
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17.10.2021, 10:42 ‧ Martin Mrowka

Airbus-Konkurrent Boeing hat vor dem Wochenende neue Probleme mit seinem 'Dreamliner' gemeldet. Einige Titan-Teile sind nicht in der gewünschten Stärke geliefert worden. Der italienische Zulieferer arbeitet auch für den europäischen Flugzeugbauer. Doch Airbus teilt mit, dass keine Maschinen betroffen sind. Gut für die Airbus-Aktie.

Nach neuen Bauteil-Mängeln Boeings Langstreckenjet 787 'Dreamliner' (DER AKTIONÄR berichtete) gibt der europäische Rivale Airbus für seine Maschinen Entwarnung. Zwar habe Airbus wie sein US-Konkurrent Produkte von dem italienischen Hersteller MPS bezogen. Dabei handle es sich aber lediglich um Oberflächen-Technik für Aluminium-Teile und nicht um Titan-Teile wie bei Boeing.

Zuvor hatte bereits der italienische Zulieferer Leonardo mitgeteilt, keine Titan-Teile von MPS an Airbus geliefert zu haben. Leonardo fertigt Flugzeugteile für beide großen Flugzeughersteller. Boeing hatte am Donnerstag Mängel an Titan-Bauteilen des 'Dreamliners"' eingeräumt, die Leonardo nach eigenen Angaben von MPS bezogen hat.

Dem Wall Street Journal zufolge wurden die Teile schwächer gefertigt als vorgesehen. Boeing habe sie bei zwei noch nicht ausgelieferten Maschinen bereits ausgetauscht, schrieb die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen.

Leonardo bezieht nach eigenen Angaben inzwischen keine Teile mehr von MPS. Der Kurs der Leonardo-Aktie war nach den Nachrichten kräftig abgesackt. Auch Boeing-Aktien standen zeitweise unter Druck.

Die Airbus-Aktie ging am Freitag mit einem Tagesplus von anderthalb Prozent bei knapp 115 Euro ins Wochenende und hat dabei auch die 50-Tage-Linie (bei 114,44 Euro) zurückerobert – wenn auch noch nicht nachhaltig.

Airbus (WKN: 938914)

Die Airbus-Aktie pendelt seit Wochen in einer recht engen Range zwischen etwa 110 und 118 Euro seitwärts. Gelingt demnächst der nachhaltige Ausbruch über 120 Euro hinaus, kommen wohl rasch die bisherigen Rekordhöhen bei knapp 140 Euro aus Januar 2020 in Reichweite. DER AKTIONÄR hat den damaligen MDAX-Wert bereits im Mai 2020 zum Kauf empfohlen. Engagierte Anleger bleiben dabei.

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