Die Millionenchance – Platz sichern bis heute 23.59 Uhr
Foto: Börsenmedien AG
28.02.2019 Börsen. Briefing.

Steinhoff-Aktie: Das ist wahre Sensation heute

-%
Steinhoff

Der wegen einem Bilanzskandal in Schieflage geratene Möbelhändler Steinhoff hat am Donnerstagmorgen erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit einen – wenn auch noch nicht testierten – Quartalsbericht veröffentlicht. Dieser hält gleich einige Überraschungen bereit, die wahre Sensation an diesem ereignisreichen Tag aber findet sich ganz woanders.  

Bestens informiert durch den Handelstag – Werden Sie jetzt Leser des kostenfreien AKTIONÄR-Newsletters Börsen.Briefing. Registrieren Sie sich jetzt unter www.boersenbriefing.de oder nutzen Sie das untenstehende Formular.

Auf diesen Tag haben Steinhoff-Aktionäre lange gewartet. Steinhoff hat neue Geschäftszahlen veröffentlicht. Sie spiegeln eine stabile Entwicklung des Geschäfts im Schlussquartal 2018 wieder. Den – nicht geprüften – Zahlen zufolge stieg der Umsatz im Berichtszeitraum um drei Prozent von 4,568 Milliarden Euro auf 4,691 Milliarden Euro. Das kann als kleine durchaus positive Überraschung gewertet werden, immerhin wurde befürchtet, die Negativ-Schlagzeilen könnten auch auf das operative Geschäft durchschlagen und zu rückläufigen Einnahmen führen. Weitere Details finden sich im vom Unternehmen veröffentlichten PDF-Dokument.

Weiterhin überraschend ist auch die deutliche Ankündigung von CEO Louis du Preez, sehr zeitnah den Prüfbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers zu den Geschäftsjahren 2017 und 2018 veröffentlichen zu wollen. Dem Unternehmen selbst soll er laut Angaben im heutigen Bericht aller Voraussicht nach Mitte März vorliegen, also in etwa zwei Wochen. Anschließend möchte Louis du Preez diesen auch Anlegern zugänglich machen.

Die wahre Sensation aber findet sich weder in der Mitteilung noch im Bericht selbst. Die wohl größte Überraschung aus Sicht der Anleger ist heute die Reaktion der Börse. Die Steinhoff-Aktie kann ihre positive Grundtendenz der zurückliegenden Tage nicht fortsetzen (+12 Prozent am Dienstag). Im Gegenteil. Sie verliert im Xetra-Handel über sechs Prozent ihres Wertes und zählt damit zu den schwächsten Werten im SDAX. 

Daraus ließe sich ableiten, dass Stand heute niemand bereit ist in die Aktie zu investieren. Das dürfte sich erst ändern, sobald Steinhoff den PwC-Bericht zugänglich macht. Bis dahin aber werden von heute ausgehend noch einige Wochen vergehen. Bis dahin dürfte die Aktie weiterhin stärkeren Schwankungen – ohne eindeutige Tendenz – unterworfen sein.

Eine aktuelle Einschätzung des AKTIONÄR finden Sie hier.

Ein Beitrag von Leon Müller, Chief Editor Börsen.Briefing. – dem täglichen Newsletter des Anlegermagazins DER AKTIONÄR (registrieren Sie sich kostenfrei unter www.boersenbriefing.de)

| Auf dem Laufenden bleiben | Täglich. Kostenfrei. Unverbindlich. |

Bleiben Sie über die Entwicklung bei Wirecard, Infineon, der Deutschen Bank und anderen spannenden Unternehmen auf dem Laufenden. Lesen Sie das Börsen.Briefing. – den neuen täglichen Newsletter des AKTIONÄR. Wenn Sie sich bisher noch nicht registriert haben, besuchen Sie jetzt www.boersenbriefing.de und bestellen Sie kostenfrei und unverbindlich das Börsen.Briefing. Oder nutzen Sie einfach das nachstehende Formular. Schon am nächsten Börsentag erhalten Sie die erste Ausgabe des Börsen.Briefing. kostenfrei in Ihr E-Mail-Postfach zugestellt.

Der Newsletter ist unverbindlich und kostenlos. Zum Abbestellen reicht ein Klick auf den Abmelde-Link am Ende des Newsletters.

Behandelte Werte

Name WKN
Isin
Wert Veränderung
in %
Steinhoff A14XB9
NL0011375019
- €

Buchtipp: Stock-Picking mit Nebenwerten

Jeder Anleger kennt die Werte aus den großen Indizes. Außerhalb von DAX, MDAX und TecDAX nimmt die Coverage jedoch drastisch ab. Schon im SDAX werden nicht alle Titel regel­mäßig analysiert und wenn, dann nur von wenigen Experten. In ihrem zeitlosen, nun unverändert neu aufgelegten Klassiker „Stock-Picking mit Nebenwerten“ zeigt die im September 2020 verstorbene Börsenexpertin Beate Sander, wie Anleger erfolgreich auf die Suche nach interessanten Nebenwerten gehen können. Die Small-Cap-Indizes einfach durch Zertifikate nachzubilden dürfte angesichts der vergangenen Kurssteiger­ungen nicht mehr lohnend sein. Die gezielte Auswahl aussichtsreicher und unterbewerteter Papiere wird aber lukrativ bleiben. Dafür liefert Beate Sander gewohnt eloquent und kompetent das nötige Rüstzeug.
Stock-Picking mit Nebenwerten

Autoren: Sander, Beate
Seitenanzahl: 304
Erscheinungstermin: 15.07.2021
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-785-8