SpaceX erwägt eine Finanzierung über 40 Milliarden Dollar, um Grafikprozessoren von Nvidia zu kaufen. Apollo Global Management soll die Transaktion strukturieren und die Anleihen bei Investoren platzieren. Geplant sind rund zehn Milliarden Dollar an Bankkrediten sowie 30 Milliarden Dollar über den Markt für Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating. Der Abschluss wird für 2027 erwartet. GPUs könnten als Sicherheit dienen.
Zwei Wochen nach dem Börsengang Mitte Juni nahm SpaceX 25 Milliarden Dollar über Anleihen auf. Die Emission war stark gefragt. Seitdem gerieten KI-Anleihen unter Druck, während sich die Kreditaufschläge ausweiteten. Investoren verlangen höhere Renditen und prüfen ihr Engagement genauer.
Der Analyst Dan Ives von Yorkville Ives bewertet den Schritt als strategisch sinnvoll. Die Verbindung von Raketenstarts, dem Satellitendienst Starlink und KI-Rechenzentren könne einen Kreislauf in Gang setzen: Jedes Geschäftsfeld senke die Kosten oder steigere die Nachfrage der beiden anderen. Den nächsten Wachstumsschub erwartet Ives im KI-Geschäft, sobald vertraglich zugesagte Cloud-Kapazitäten in Umsätze umgewandelt werden.
Der Engpass sei die verfügbare Rechenleistung, nicht die Nachfrage. Mit einer kreditfinanzierten Bestellung könnte SpaceX Nvidia-Chips sichern und Kapazitäten aufbauen, die vertraglich gebunden sind. Nach der Inbetriebnahme könnten sie Erlöse generieren. Zugleich würde SpaceX eine weitere Eigenkapitalrunde kurz nach dem Börsengang vermeiden.
Die geplante Transaktion wäre außergewöhnlich groß, folgt aber auf Anleiheemissionen von Meta, Amazon und Google zur Finanzierung ihres KI-Ausbaus.
Die Aktie von SpaceX steht heute allerdings erst einmal unter Druck. Sie verliert derzeit 3,6 Prozent auf 165,71 Dollar. DER AKTIONÄR findet das Geschäftsmodell äußerst spannend und setzt im AKTIONÄR-Depot auf steigende Kurse. Anleger müssen zwar Geduld mitbringen, langfristig sollte sich diese aber klar auszahlen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: SpaceX.
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: SpaceX.
Aktien der SpaceX befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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