Elon Musk steigt bei Skydance ein. Der Tech-Milliardär investiert rund eine Milliarde Dollar in den Medienkonzern von David Ellison. Damit bestätigt sich ein Teil der Spekulationen über einen möglichen Einstieg aus Musks Umfeld. Doch angesichts des gewaltigen Schuldenbergs bleibt der Kapitalbedarf hoch.
- Musk investiert rund eine Milliarde Dollar in Skydance.
- Nach der Übernahme von Warner Bros. Discovery sitzt der Konzern auf knapp 80 Milliarden Dollar Schulden.
- Bis 2029 sollen Einsparungen von sechs Milliarden Dollar und ein deutlicher Schuldenabbau den Konzern stabilisieren.
Die Investition ist Teil einer größeren Kapitalrunde, mit der Skydance frisches Eigenkapital einsammeln will. Zuvor hatte der Medienunternehmer John Malone eine mögliche Beteiligung von SpaceX in Höhe von acht bis zehn Milliarden Dollar ins Spiel gebracht.
Wie DER AKTIONÄR berichtete, sorgten diese Spekulationen für einen satten Kurssprung um elft Prozent bei der Skydance-Aktie. Der nun bekannt gewordene Einstieg von Musk fällt allerdings deutlich kleiner aus als das zuvor diskutierte Volumen. Gerade einmal zehn Prozent der von Malone erhofften Summe fließen jetzt.
Fast 80 Milliarden Dollar Schulden
Skydance hat die Übernahme von Warner Bros. Discovery am 6. Oktober abgeschlossen. Seitdem muss der Konzern Paramount und Warner Bros. samt den Streamingdiensten Paramount+ und HBO Max sowie zahlreichen TV-Sendern unter einem Dach zusammenführen. Die beiden Co-CEOs David Ellison und Ynon Kreiz stehen vor einem umfassenden Umbau.
Dabei drückt die Verschuldung. Skydance beziffert die angestrebten Einsparungen auf sechs Milliarden Dollar innerhalb von drei Jahren. Gleichzeitig belaufen sich die Schulden auf knapp 80 Milliarden Dollar. Frisches Eigenkapital kann den finanziellen Spielraum erweitern, beseitigt das Problem aber nicht.
Die Skydance-Aktie gab am Donnerstag rund ein Prozent nach. Nachbörslich macht das Papier die Verluste jedoch wieder wett. Ein Kauf ist das Papier dennoch nicht. Favorit im Entertainmentsektor bleibt Netflix (mehr dazu hier in der neuen Ausgabe). SpaceX ist ebenfalls ein Kauf und prominent im AKTIONÄR-Depot vertreten.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: SpaceX.
SpaceX-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
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