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27.02.2020 Leon Müller

S&P 500: Korrektur schlimmer und schneller als 1987

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S&P 500

Nie zuvor ist der breit gefasst US-Index S&P 500 innerhalb so kurzer Zeit ausgehend von einem neuen Hoch gefallen wie jetzt. Eine Untersuchung der Deutschen Bank zeigt, dass der Index innerhalb von nur sechs Handelstagen über zehn Prozent eingebüßt hat. Die Korrektur läuft damit schneller als beim Horror-Crash 1987.

Sechs Tage. Länger hat der S&P 500-Index nicht gebraucht, um über zehn Prozent seines Wertes ausgehend vom Hoch am 19. Februar zu verlieren. Damit geht diese 10-Prozent-Korrektur als schnellste aller Zeiten in die Geschichtsbücher ein. Zwar erlitt der Markt bereits früher größere Stürze selbst an einem einzigen Tag, doch lag da eine größere Zeitspanne zwischen Allzeithoch und 10-Prozent-Marke.

Als verlustreichster Tag beim S&P 500 gilt bis heute der 19. Oktober 1987 ("Schwarzer Montag"). Damals verlor der Index 20,47 Prozent. Nicht einmal während der Großen Depression wurden größere Ausschläge an einem einzelnen Handelstag gemessen. Während dieser Phase crashte der Markt am 28. Oktober 1929 ("Schwarzer Donnerstag") um 12,94 Prozent. Der höchste Tagesverlust der neueren Zeit ereignete sich am 15. Oktober 2008 (Finanzkrise). Damals stürzte der S&P 500 um 9,04 Prozent ab.

Schlimmste Woche seit 2008

Sollte der Aktienmarkt auch am Freitag unter Druck stehen, dann droht dem S&P 500 und weiteren Indizes die schwächste Woche seit dem Jahr 2008, als die Finanzkrise mit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte.

S&P 500 (ISIN: DE000DB2KFC3)

Das Coronavirus belastet die Märkte in zunehmender und rasender Geschwindigkeit. Inzwischen sind alle großen Indizes überverkauft. Eine Gegenbewegung, wie sie sich zuletzt am Mittwoch andeutete, ist überfällig. Angesichts der Tatsache, dass die US-Indizes am Donnerstag auf Tagestiefs in den Feierabend gegangen sind, verheißt für Freitag jedoch zunächst einmal einen holprigen Start.

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