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11.04.2014 Jens Aichinger

Solarworld: Deutsche Bank empfiehlt Kauf

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Die Firma Solarworld steuerte von einer Krise zur nächsten. Zuletzt musste sich das Unternehmen sogar frisches Kapital beschaffen. Umso bemerkenswerter, dass die Deutsche Bank die Aktie in einer Studie mit „Kaufen“ einstuft. Ist das die Trendwende für die Aktie?

Die Solarbranche durchlebte in den letzten Jahren eine Achterbahnfahrt. Nach einer Phase extrem hoher Aktienbewertungen, folgte die Ernüchterung. Konkurrenten aus China drängten mit viel günstigeren Modulen auf den Markt und sorgten damit für schrumpfende Gewinne. Einige Konkurrenten wie Q-Cells konnten in diesem Preiskampf nicht mithalten und mussten Insolvenz anmelden. Und auch Solarworld musste nach schweren finanziellen Problemen ein umfangreiches Sanierungskonzept vorlegen.

Finanzielle Restrukturierungen

Der Plan zur Sanierung sah unter anderem einen Kapitalschnitt, die Ausgabe neuer Aktien sowie die Umwandlung von 55 Prozent der Altschulden in Aktien vor. Außerdem hat sich das Emirat Katar mit 35 Millionen an dem Unternehmen beteiligt und zusätzlich einen 50 Millionen-Kredit gewährt. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen wurden 150 Altaktien gegen eine neue Aktie eingetauscht. Die Kapitalsanierung konnte erst im Februar nach einer Entscheidung des Kölner Oberlandesgerichts durchgeführt werden, da einige Aktionäre Anfechtungsklagen einreichten.

Stabile Zukunftsaussichten

Der Studie der Deutschen Bank zufolge ist Solarworld nach den Restrukturierungen und einem Plan zur Kostenreduktion gut aufgestellt. Anhaltende Nachfrage, stabile Preise und der Kauf der Solarsparte von Bosch würden im Jahr 2014 zu einem 50 Prozentigen Umsatzwachstum führen, so die Studie. Die Analysten gehen von einer Rückkehr in die Gewinnzone im Jahr 2016 aus und empfehlen die Aktie zum Kauf. Das Kursziel wird mit 20,00 Euro angegeben. DER AKTIONÄR ist skeptischer. Gründe hierfür sind ein schrumpfender Solarmarkt in Europa und vergleichsweise günstig bewertete chinesische Solartitel.

Behandelte Werte

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