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08.02.2019 Markus Bußler

Silber: Das hätte keiner erwartet

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Silber

Der Silberpreis führt nach wie vor ein Schattendasein. Doch zuletzt gab es erste charttechnische Signale, die auf eine Entspannung hindeuten. So konnte Silber etwa die 200-Tage-Linie zurückerobern. Jetzt meldet sich das Silver Institute zu Wort. Die Nachfrage nach Silberinvestments soll deutlich steigen. Und zwar um fünf Prozent im laufenden Jahr.

Der erste Beleg, dass sich diese Prognose auch bewahrheitet liegt bereits vor. Die Nachfrage nach dem American Eagle der US Mint ist im Januar um rund zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nach oben geschnellt. Der Trend dürfte anhalten, wenn der Preis erst einmal beginnt zu steigen und wichtige Hürden, insbesondere bei 18 Dollar und 20 Dollar überwindet und sich das Edelmetall damit wieder mehr in den Vordergrund spielt.

Minenproduktion soll sinken

Auch die Industrienachfrage soll leicht steigen, allerdings bei weitem nicht so stark wie die Investmentnachfrage. Dagegen soll die Minenproduktion im Vergleich zu 2018 um rund zwei Prozent zurückgehen. Das ganze könnte jedoch durch einen leichten Anstieg im Silberrecycling ausgeglichen werden. Das Silver Institute prognostiziert einen Anstieg des Silberpreises auf 16,75 Dollar im laufenden Jahr.

DER AKTIONÄR geht hier einen Schritt weiter. Silber scheint sein Tief im vergangenen Herbst gesehen zu haben. Die Bewegung, die Silber seitdem gesehen hat, darf charttechnisch als Impuls gewertet werden. Demnach sollte sich die Aufwärtsbewegung nach einer Konsolidierung fortsetzen. DER AKTIONÄR rechnet damit, dass Silber noch im laufenden Jahr die Marke von 20 Dollar erreichen und vermutlich sogar überwinden kann. Silber sollte im laufenden Jahr aus dem Schatten von Gold heraustreten und in Sachen Performance den Goldpreis sogar überflügeln.

Davon sollten die Silberminen-Aktien deutlich profitieren. DER AKTIONÄR hält weiterhin an Pan American Silver als Top Pick in diesem Sektor fest. Pan American hat sich sicherlich mit der Übernahme von Tahoe einige Risiken ins Portfolio geholt. Gelingt es allerdings die Escobal-Mine in Guatemala zurück in Produktion zu bringen, hat man eine der kostengünstigsten großen primären Silberminen, die die Marge deutlich nach oben treiben wird. Die Aktie ist zweifelsohne spekulativ – aber hat die Chance auf eine Verdopplung, wenn der Silberpreis mitspielt.

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