Den Abverkauf nach dem Ausbruch des Iran-Kriegs hat die Siemens-Aktie mittlerweile hinter sich gelassen. Vielmehr hat seit Anfang April eine rasante Erholung eingesetzt. Am Freitag gab es nun Neuigkeiten hinsichtlich einer möglichen Abspaltung der Tochter Siemens Healthineers. Hier könnte bald der nächste Schritt erfolgen.
Siemens hat der Zeitplan für die Abspaltung des Medizintechnikkonzerns konkretisiert. Bei der nächsten Hauptversammlung, die im Februar 2027 stattfinden dürfte, sollen die Anleger laut einer Unternehmensmitteilung über die Trennung abstimmen. Der Prozess der Abspaltung sowie der regulatorischen Klärung seien jeweils weit fortgeschritten. Noch stehe aber eine endgültige Bestätigung zu regulatorischen Fragen aus.
Siemens bereite laut den eigenen Angaben derzeit eine Abspaltung nach dem deutschen Umwandlungsgesetz vor. Die Siemens-Aktionäre wurden die Aktien dann direkt erhalten, was den größtmöglichen Wert für die Anteilseigner bedeuten würde.
Früheren Angaben zufolge will Siemens in einem ersten Schritt 30 Prozent an Siemens Healthineers abgeben. Bereits seit Längerem wurde von vielen Investoren eine Trennung gefordert, da keine Synergien zu anderen Geschäftsbereichen bestehen und viel Kapital gebunden wird. Zuletzt hatte Siemens seine Beteiligung auch durch mehrere Verkäufe bereits reduziert und hält laut der letzten offiziellen Mitteilung im November noch circa 67 Prozent der Anteile. Mittelfristig soll der restliche Anteil zur reinen Finanzbeteiligung werden.
Eine Trennung von der Tochter würde durchaus Sinn machen. Bis zur nächsten Hauptversammlung vergeht aber noch viel Zeit. Kurzfristig braucht es andere Trigger. Doch auch hier sieht es gut aus – die abebbende Disruptionsangst rund um Softwaretitel an der Börse spielt den Bullen dabei in die Karten. Die Aussichten für Siemens sind nach wie vor gut. Anleger können auf weiter steigende Kurse setzen.
Heute, 14:53