03.05.2018 Matthias J. Kapfer

Siemens Healthineers: Das geht besser

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Zum ersten Mal veröffentlicht der Börsenfrischling Zahlen zum abgelaufenen zweiten Quartal. Währungseffekte, Personalabbau sowie die Kosten für den Börsengang haben sich deutlich auf das Ergebnis niedergeschlagen.

Aufgrund von negativen Währungseffekten gingen die Umsätze der ehemaligen Siemens Medizintechnik-Sparte um fünf Prozent auf rund 3,23 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,40 Milliarden Euro) zurück. Auf vergleichbarer Basis konnte der Umsatz um vier Prozent zulegen. Das operative Ergebnis verlor ebenfalls und verzeichnete einen Rückgang von 16 Prozent auf 457 Millionen Euro. Grund für den Rückgang waren vor allem die Kosten für den Börsengang im März dieses Jahres. Der Börsengang kostete Siemens Healthineers 85 Millionen Euro.

Imaging- Sparte mit stärksten Zuwachs

Unter den drei Sparten entwickelte sich das Segment mit Ultraschall-Geräten sowie Magnetresonanz- und Computer-Tomografen mit einem um Währungseffekte bereinigten Umsatzplus von sechs Prozent am besten. Die Diagnostics-Sparte, welche einen Umsatz von fast einer Milliarde Euro verzeichnet, hatte ebenfalls mit Währungseffekten zu kämpfen, bereinigt um diese Effekte gab es aber kaum Veränderungen hinsichtlich der Umsatzentwicklung. Die kleinste und letzte Sparte Advanced Therapies verzeichnete ein bereinigtes Umsatzwachstum von zwei Prozent.

Ausblick bestätigt – weiterhin attraktive Bewertung

"Mit einer starken Performance hat das Team von Siemens Healthineers parallel zu den Vorbereitungen zu unserem erfolgreichen Börsengang die operative Stärke erneut unter Beweis gestellt. Auf der Basis der guten Quartalszahlen bestätigen wir unseren Ausblick für das Gesamtjahr.", zeigte sich CEO Bernd Montag zufrieden mit den Zahlen.

Für das Geschäftsjahr erwartet Siemens Healthineers ein Umsatzwachstum zwischen drei und vier Prozent. Die bereinigte Ergebnismarge soll zwischen 17 Prozent und 18 Prozent liegen.
DER AKTIONÄR bleibt dabei: Auf dem aktuellen Niveau ist die Healthineers-Aktie attraktiv bewertet. Der Konzern wächst, fährt hohe Margen ein und ist in einem lukrativen Wachstumsmarkt tätig. Eigenständig dürfte hier künftig noch mehr Potenzial zu heben sein. Anleger können nach wie vor zugreifen.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Autor hält Positionen an Siemens Healthineers, die von einer etwaigen aus der Publikation resultierenden Kursentwicklung profitieren.

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