Die Aktie eines auf die Versicherungsbranche spezialisierten US-Unternehmens gerät am Freitag massiv unter Druck. Nach enttäuschenden Zahlen vom Vorabend rauscht der Titel im Freitagshandel über 22 Prozent in die Tiefe. Doch der Ausverkauf ist keine Chance für Mutige, sondern zeigt vielmehr, dass Anleger lieber direkt zu Versicherern wie der Allianz greifen.
- Die Guidewire-Aktie verliert im US-Handel 22 Prozent.
- Auslöser sind schwache Zahlen. Der Nettogewinn ist deutlich gesunken.
- Auch der Ausblick des Softwarespezialisten enttäuscht die Anleger.
Guidewire Software kommt am Freitag unter die Räder. Im vierten Quartal erzielte der auf die Versicherungsbranche fokussierte Softwarekonzern einen Nettogewinn von 31,40 Millionen Dollar beziehungsweise 0,38 Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 51,95 Millionen Dollar oder 0,60 Dollar je Aktie gewesen.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie legte dagegen von 0,81 auf 0,99 Dollar zu. Der bereinigte Gewinn stieg von 70,30 auf 83,14 Millionen Dollar. Der Umsatz verbesserte sich von 356,6 auf 411,1 Millionen Dollar.
Die Erlöse aus Abonnements und Support kletterten von 201,89 auf 266,74 Millionen Dollar. Trotz des Umsatzwachstums und des stärkeren bereinigten Ergebnisses sorgte vor allem der Rückgang beim ausgewiesenen Nettogewinn für eine enttäuschte Reaktion der Anleger.
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 rechnet Guidewire mit Erlösen aus Abonnements und Support zwischen 279 und 283 Millionen Dollar. Der Gesamtumsatz soll 372 bis 378 Millionen Dollar erreichen.
Für das Gesamtjahr stellt das Unternehmen Erlöse aus Abonnements und Support von 1,24 bis 1,25 Milliarden Dollar in Aussicht. Beim Gesamtumsatz wird eine Spanne von 1,71 bis 1,73 Milliarden Dollar erwartet.
Die Zahlen zeigen: Guidewire wächst zwar weiter, die Bewertung der Aktie bleibt nach dem Kursrutsch jedoch ein entscheidender Faktor. Das KGV liegt bei über 100. Die Reaktion des Marktes macht deutlich, wie hoch die Erwartungen an den Softwareanbieter waren – und wie empfindlich die Aktie auf Enttäuschungen reagiert.
Guidewire Software ist keine laufende Empfehlung. Nach den Zahlen gibt es keinen Grund, daran etwas zu ändern. Für Anleger, die auf die Versicherungsbranche setzen wollen, bleiben Allianz und AXA die naheliegendere Wahl. Beide Unternehmen bieten im Gegensatz zu Guidewire zudem attraktive Dividenden.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.
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