Dassault Aviation, Thales und Indra Sistemas profitieren weiter vom anhaltenden Aufrüstungszyklus in Europa. Starke Halbjahreszahlen und prall gefüllte Orderbücher sorgen am Donnerstag für deutliche Kursgewinne bei den Rüstungswerten. In ihrem Sog geht es jedoch auch für das Papier des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall aufwärts.
Die europäischen Verteidigungsunternehmen setzen ihren Höhenflug fort. Angesichts steigender Verteidigungsausgaben vieler Staaten und der anhaltenden geopolitischen Spannungen wächst die Nachfrage nach militärischer Ausrüstung, Elektronik und Flugzeugen weiter. Die jüngsten Quartalszahlen bestätigen den Trend.
Im Fokus steht am Donnerstag Dassault Aviation. Die Aktie des französischen Herstellers von Militärflugzeugen und Businessjets legte im frühen Handel zeitweise um rund zehn Prozent zu. Grund war ein kräftiger Umsatzsprung: Im ersten Halbjahr 2026 stieg der bereinigte Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 46 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.
Auch bei Thales und Indra sorgten die Zahlen für Rückenwind. Beide Aktien kletterten zeitweise um bis zu fünf Prozent. Thales, Europas größter Anbieter von Verteidigungselektronik, konnte den Umsatz im ersten Halbjahr um knapp acht Prozent steigern. Besonders dynamisch entwickelte sich der Auftragseingang, der um 22 Prozent zulegte.
„Angesichts eines zunehmend unsicheren geopolitischen Umfelds zeigen die auf Sicherheit, Souveränität und Innovation basierenden Produkte und Lösungen von Thales erneut ihre globale Relevanz und Attraktivität“, erklärte Thales-Chef Patrice Caine.
Die Zahlen zeigen, dass der Superzyklus im Rüstungssektor noch nicht vorbei ist. Im Gegenteil: Die europaweite Aufrüstung lässt bei Rheinmetall und Co die Kassen klingeln. Mit dem European Defence Index holen sich Anleger die stärksten Verteidigungskonzerne Europas ins Depot. Alle Infos zum Index finden Sie hier. Die Rheinmetall-Aktie ist aus Sicht des AKTIONÄR ein Kauf.
Heute, 12:45
Bei Google bevorzugen