07.10.2014 Michael Schröder

Roter Oktober: Bei BMW, Commerzbank, Cancom, C.A.T. Oil, Drillisch, Nordex, HeidelbergerDruck und Co drohen massive Verkaufssignale – Hält die 9.000 im DAX?

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DAX
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Während viele europäische Länder in den vergangenen Monaten einen Schwächeanfall nach dem anderen erlebten, zeigte sich die deutsche Wirtschaft zuletzt robust. Doch nun wendet sich das Blatt. Die Börse reagiert verschnupft. Enttäuschende Nachrichten zur Industrieproduktion haben DAX und Co heute auf den tiefsten Stand seit Mitte August gedrückt. Einzelwerte stehen kurz vor massiven Verkaufssignalen.

Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im August so kräftig heruntergefahren wie seit fünfeinhalb Jahren nicht mehr. Industrie, Baubranche und Energie-Erzeuger drosselten ihren Ausstoß zusammen um 4,0 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mitteilte. Das ist das größte Minus seit Januar 2009. „Nach dem guten Juli kommt im August das bittere Erwachen. Die konjunkturelle Dynamik in Deutschland ist zum Erliegen gekommen. Über die Exportseite werden wir in den kommenden Monaten eine Belastung spüren. Die gesamte Stimmung dürfte sich weiter eintrüben, die private Konsumlaune lässt auch nach. Im dritten Quartal könnte die Wirtschaft erneut leicht geschrumpft sein“, sagt Analystin Ulrike Karstens von Sal. Oppenheim

Der DAX befindet sich auf Talfahrt. Bis zur entscheidenden Unterstützung zwischen 8.900 und 9.000 Punkten ist es nicht mehr weit. Ein Bruch dieser Zone würde weiteres Abwärtspotenzial eröffnen. Die Bullen würde erst mit dem Überwinden der Widerstandszone um 9.400 Zähler wieder das Zepter schwingen.

Doch damit nicht genug: Am Mittwoch eröffnet der Aluminium-Hersteller Alcoa die Bilanzsaison in den USA. Die heimischen Top-Konzerne folgen dann mit einem Abstand von rund zwei Wochen. Die Prognosen für die Gewinnsteigerungsraten sind sehr hoch - das Enttäuschungspotenzial damit enorm.

Börsianer ziehen bereits im Vorfeld ihr Geld ab. Branchenübergreifend gibt es mitunter massive Verluste. Einzelwerte stehen kurz vor massiven Verkaufssignalen. Klicken Sie sich dazu durch die Bilder-Galerie.