Rheinmetall: Vola, Kurssturz, Großauftrag

Rheinmetall: Vola, Kurssturz, Großauftrag
Foto: Karl F. Schöfmann/imagebroker/imago images
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27.02.2024, 17:44 ‧ Leon Müller

Rheinmetall in der Vola-Schleife: Die Aktie des Rüstungskonzerns ist am Dienstag kurzzeitig deutlich eingebrochen. Von 420 Euro ging es runter auf 394 Euro. Hintergrund dürften größere Gewinnmitnahmen gewesen sein, die womöglich die ein oder andere Stoppmarke liquidierten. Grund zur Sorge liefern weder Marktsituation noch DAX-Konzern. 

Kassensturz bei Rheinmetall: Die beeindruckende Rallye der vergangenen Wochen hat einige Anleger an diesem Dienstag offenbar dazu verleitet, einen Teil ihrer Rheinmetall-Aktien abzustoßen. Die Notiz brach zwischenzeitlich regelrecht ein. Der Kurs stürzte von 420 Euro auf nur noch 394 Euro - ein Minus von sechs Prozent innerhalb weniger Minuten. Doch als die ersten Shorties damit begannen sich die Hände zu reiben, drehte die Notiz wieder. 

Rheinmetall ist einer der großen Gewinner im DAX

Angesichts der Kursrallye der vergangenen Wochen, Monate und inzwischen Jahre ist es wenig erstaunlich, dass Anleger auch einmal Gewinne vom Tisch nehmen. Binnen zweieinhalb Wochen hatten die Papiere 27 Prozent an Wert gewonnen. Die Aktie hat sich seit dem russischen Angriff auf die Ukraine vervielfacht wegen der Aussicht, dass die internationalen Verteidigungsinvestitionen deutlich erhöht werden. 

Rheinmetall (WKN: 703000)

Weiterer Großauftrag der Bundeswehr

Auch an diesem Dienstag konnte Rheinmetall einen weiteren Großauftrag vermelden. Die Bundeswehr ordert ein Flugabwehrsystem. Wie der Rüstungskonzern am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, wird Rheinmetall das mobile Flugabwehrsystem "Skyranger 30" an die deutschen Streitkräfte liefern. Das Auftragsvolumen liege bei 595 Millionen Euro. Der Auftrag sieht die Lieferung eines Prototyps und weiterer 18 Serienfahrzeuge vor. Es bestehe die Option für 30 weitere Systeme. Die Lieferung des Prototyps soll Ende 2024 erfolgen.

Das System schließe die aktuelle Fähigkeitslücke der mobilen Flugabwehr, betonte die Firma. "Das System bietet eine optimale Kombination aus Mobilität, Schutz, Flexibilität und Präzision, um den wachsenden Anforderungen an herausfordernde Bedrohungsszenarien im Nah- und Nächstbereich gerecht zu werden."

DER AKTIONÄR hat Rheinmetall im August 2022 in seine Empfehlungsliste gehievt. Seither notiert die Aktie etwa 165 Prozent höher. Bis zum Erreichen des Kursziels von inzwischen 450 Euro hat das Papier weitere Luft - und bleibt damit weiterhin kaufenswert. Insbesondere Rücksitzer wie sie sich heute zwischenzeitlich abgezeichnet haben, laden zum Einstieg ein. 

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