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Rheinmetall: Gerüchte um Leonardo – Goldman hebt Ziel an

Rheinmetall: Gerüchte um Leonardo – Goldman hebt Ziel an
Foto: Jens Krick/Flashpic/picture alliance/dpa
Rheinmetall AG -%
Maximilian Völkl 13.06.2024, 08:49 Maximilian Völkl

Nach dem Rücksetzer im bisherigen Wochenverlauf zählt die Aktie von Rheinmetall am Donnerstag im frühen Handel zu den stärkeren Werten im DAX. Presseberichte über ein mögliches Bündnis mit dem italienischen Rüstungskonzern Leonardo kommen am Markt gut an, zudem hat Goldman Sachs das Kursziel angehoben.

Nachdem anderweitige Verhandlungen gescheitert seien, peilt Leonardo laut einem Bericht der Börsen-Zeitung ein Bündnis mit Rheinmetall an. Die Italiener suchen dabei einen Partner rund um ein modernes Kampfpanzersystem für die italienischen Streitkräfte. Gespräche mit KNDS – dem deutsch-französischen Zusammenschluss von Krauss-Maffei Wegmann und Nexter – waren zuletzt gescheitert. Aus der Politik kamen zuletzt immer wieder Forderungen nach einer engeren Zusammenarbeit der europäischen Rüstungskonzerne, um entsprechende Projekte vorantreiben zu können.

Goldman Sachs hat Rheinmetall derweil auf „Buy“ bestätigt und das Kursziel noch einmal von 606 auf 635 Euro angehoben. Investoren hätten nach dem durchwachsenen Auftaktquartal nur ein durchwachsenes Fazit aus den jüngsten Marketing-Veranstaltungen des Konzerns gezogen, sagte Analyst Victor Allard zwar. Angesichts der wohlbekannten Auftrags-Pipeline würden die Fragen zunehmen, woher kurzfristiges Aufwärtspotenzial kommen solle.

Der Experte betonte vor diesem Hintergrund aber, dass Rheinmetall ungeachtet der traditionell holprigen Umsatzentwicklung seit 2015 die Gewinnerwartungen immer erfüllt oder übertroffen habe. Zudem seien die Munitionsbestände in den westlichen Ländern so niedrig, dass die Produktion etliche Jahre mit voll ausgelasteten Kapazitäten laufen müsste, um sie aufzufüllen.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Eine Zusammenarbeit mit Leonardo dürfte sich für Rheinmetall durchaus positiv auswirken. Ohnehin sind die Auftragsbücher voll, Umsatz- und Gewinnwachstum sind vorprogrammiert. DER AKTIONÄR sieht vor allem das Munitionsgeschäft mit seinen hohen Margen weiter als Treiber der starken Entwicklung an. Schwache Tage sind weiter Kauftage. Auf lange Sicht bleibt der DAX-Titel ein Basisinvestment.

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