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12.05.2020 Alfred Maydorn

Rein in Lufthansa und TUI, raus aus Netflix und HelloFresh – oder umgekehrt?

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Deutsche Lufthansa

Aus der aktuellen Ausgabe des Newsletters maydornsmeinung: Na, haben Sie schon ihren Pauschalurlaub bei der TUI gebucht? Ist die nächste Geschäftsreise mit der Lufthansa schon reserviert? Natürlich nicht. Aber gut möglich, dass Sie zu den Tausenden von Privatanlegern, die sich in letzter Zeit Aktien der TUI oder der Lufthansa oder sogar von beiden zu den vermeintlich attraktiven Kursen gekauft haben. Seit dem massiven Ausverkauf der beiden Aktien vor etwa zwei Monaten nehmen sowohl die Lufthansa als auch TUI praktisch täglich die Spitzenplätze auf den Listen der meistgekauften Aktien deutscher Privatanleger ein.

Es war zweifellos sehr mutig, ausgerechnet die Aktien von den Unternehmen zu kaufen, die unter der Krise mit am stärksten leiden. Wurde dieser Mut belohnt? Nein. Bei TUI haben die meisten Anleger bei Kursen zwischen 3,50 und 4,50 Euro zugegriffen, aktuell ist die Aktie für um die 3,00 Euro zu haben. Und bei der Lufthansa waren Kurse zwischen 8,00 und 9,50 Euro als sehr aussichtsreiche Kaufkurse ausgemacht worden, jetzt ist die Kranich-Aktie unter die 8-Euro-Marke abgetaucht.

Plus 50 Prozent mit Netflix, plus 150 Prozent mit HelloFresh

Auch wenn sich die Abschläge bei TUI und der Lufthansa noch in Grenzen halten, man hätte in dieser Zeit mit anderen Aktien nicht nur gar kein Geld verloren, sondern exorbitante Gewinne eingefahren. Der Krisengewinner Netflix etwa ist seit Mitte März um satte 50 Prozent gestiegen, bei HelloFresh summieren sich die Gewinne mittlerweile sogar auf sensationelle 150 Prozent.

Natürlich ist es im Nachhinein einfach zu sagen, welche Aktien besser und welche schlechter gelaufen sind. Aber schon Mitte März war eigentlich jedem klar, dass Netflix und HelloFresh Profiteure der Krisensituation sind und TUI und die Lufthansa zwei Unternehmen, die besonders stark unter der Krise leiden. Und genau das hat sich dann eben auch in der dann folgenden, sehr unterschiedlichen Entwicklung der Aktienkurse niedergeschlagen. Börse kann eben doch ganz einfach sein: Die Gewinner steigen, die Verlierer fallen.

Zeit zum Umschichten?

Aber ist es jetzt nicht so langsam an der Zeit, umzuschichten? Sollte man jetzt nicht die schönen Gewinne bei Netflix und HelloFresh mitnehmen und das Geld lieber in Nachzügler wie TUI und Lufthansa investieren? Klare Antwort: Auf keinen Fall. Es geht hier nicht um „Vorlaufen“ und „Nachlaufen“, sondern um massive und nachhaltige Entwicklungen und Veränderungen im operativen Geschäft der Unternehmen, die sich entsprechend auch massiv und nachhaltig auf die Entwicklungen der Aktien auswirken wird.

Die Lufthansa und TUI werden selbst bei einer relativ schnellen Überwindung der Coronakrise noch Jahre unter den Folgen leiden, während Netflix und HelloFresh weit über die Krise hinaus von der erhöhten Nachfrage und dem starken Kundenzulauf profitieren werden.

Gewinner rein, Verlierer raus

Ich will nicht zum Verkauf von Lufthansa und TUI raten, weil ich sie ja auch gar nicht zum Kauf empfohlen habe. Und genau das würde und werde ich auch jetzt nicht tun. Ganz anders sieht es da bei den Krisengewinner Netflix und HelloFresh aus. Diese Aktien werden wohl sogar noch weiter steigen, vermutlich sogar noch viel weiter. Insofern kann man sie auch jetzt noch – nach all den üppigen Kursgewinnen – immer noch kaufen. Auf jeden Fall sollte man sie, wenn man sie denn hat, nicht verkaufen.

Fazit: Auch zukünftig – und es geht an der Börse bekanntlich ausschließlich um die Zukunft – werden sich die Aktien der Krisengewinner besser entwickeln als die der Verlierer. Klingt ja eigentlich auch ganz logisch, oder?

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