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29.11.2021 Michael Schröder

Technologiekonzern vor wichtigem Termin: Platzt morgen der Knoten?

Gut laufende Geschäfte haben Jenoptik im dritten Quartal einen Gewinnsprung beschert. Für das Gesamtjahr 2021 hat Konzernchef Stefan Traeger die Planvorgaben daher bestätigt. Auf dem morgigen Kapitalmarkttag wird nun eine neue Mittelfrist-Prognose erwartet. Den Verkauf seiner Rüstungssparte VINCORION hat der Technologiekonzern bereits in der vergangenen Woche angekündigt.

Jenoptik hatte die Sparte, die mechatronische Produkte insbesondere für den Sicherheits- und Verteidigungsbereich, die Luftfahrt sowie die Bahn- und Transportindustrie herstellt, bereits einmal verkaufen wollen, um sich starker auf seine photonischen Geschäftsbereiche konzentrieren zu können. Doch der Prozess wurde Anfang vergangenen Jahres gestoppt, nachdem die Angebote nicht den finanziellen Vorstellungen Jenoptiks entsprachen.

Der Bereich soll nun an einen Fonds des Finanzinvestors Star Capital Partnership gehen. Der Unternehmenswert des Bereichs liegt bei rund 130 Millionen Euro. Über weitere Details wurde Stillschweigen vereinbart. Der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2022 erwartet.

Der Eigenkapitalwert entspricht weitgehend dem Buchwert, so Malte Schaumann von Warburg Research. Der gesamte Transaktionspreis liege jedoch unter dem ursprünglichen Ziel von rund 250 Millionen. Seiner Meinung nach spiegele sich die Covid-Pandemie und die dadurch entstandene Belastung des Luftfahrtbereichs ebenso wider, wie ein stärker werdender Druck, sich vom Rüstungsgeschäft zu trennen.

Die jüngsten Veränderungen im Portfolio des Technologiekonzerns beinhalteten eine noch klarere Fokussierung auf attraktive, schnell wachsende Geschäftsbereiche und schärften so das Unternehmensprofil, heißt es beim Bankhaus Metzler.

Zur Erinnerung: Das Photonik-Geschäft hat das Unternehmen durch mehrere Zukäufe ausgebaut, zuletzt durch die Übernahme zweier Töchter des niederländischen Halbleiterausrüsters ASML für insgesamt rund 300 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr 2021 stellt das Jenoptik-Management einen Umsatzanstieg auf 880 bis 900 Millionen Euro (Vorjahr: 767 Millionen Euro) in Aussicht. Von den Erlösen dürften 19 bis 19,5 Prozent (Vorjahr: 14,6 Prozent) als operativer Gewinn (EBITDA) hängen bleiben. Am oberen Ende der Umsatzspanne könnten im Idealfall rund 176 Millionen Euro (Vorjahr: 111,6 Millionen Euro) EBITDA und ein Gewinn je Aktie in Höhe von 1,38 Euro (Vorjahr: 0,73 Euro) hängen bleiben.

Jenoptik (WKN: A2NB60)

Die Aktie zeigt sich im angeschlagenen Marktumfeld insgesamt noch recht stabil. Kein Wunder: Mit der stärkeren Konzentration auf das Kerngeschäft mit optischen Systemen und einer weiteren Internationalisierung befindet sich Jenoptik auf gutem Weg zu einem margensteigernden mittelfristigen Wachstum. Auf dem Kapitalmarkttag am Dienstag (30. November) dürfte der Vorstand einen Blick über den Tellerrand werfen. Kommen die Planvorgaben für die kommenden Jahre am Markt gut an, dürfte die Aktie ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf dieses Szenario.

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