07.02.2020 Marion Schlegel

Qiagen: Platz 3 im MDAX – neue Übernahmespekulationen!

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Qiagen
Trendthema

Die Aktie von Qiagen gehört am Freitag zu den gefragtesten mittelgroßen Werten im deutschen Aktienhandel. Mit einem Plus von 0,8 Prozent liegt sie hinter Metro und LEG Immobilien auf Platz 3 der besten Werte des Tages im MDAX. Beflügelt wird die Aktie von neuen Übernahmespekulationen. Das bei Fusionen und Übernahmen als gut informiert geltende Internetmedium CTFN sieht das Gendiagnostik- und Biotechnologieunternehmen weiter in Übernahmegesprächen. Im Dezember waren solche Planspiele von Rivalen noch abgesagt worden.

Am Dienstagabend hatte Qiagen die Zahlen für das vergangene Quartal und das Gesamtjahr 2019 vorgelegt. Wegen des schleppenden China-Geschäfts hat das Unternehmen jedoch deutlich an Wachstumstempo eingebüßt. 2019 legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 1,53 Milliarden Dollar (1,39 Milliarden Euro) zu, wie das MDAX-Unternehmen mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte das Wachstum noch bei sechs Prozent gelegen. Das um Sonder- und Währungseffekte bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,43 Dollar, ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Unter dem Strich schrieb Qiagen einen Verlust von 41,5 Millionen Dollar. 2018 stand am Ende noch ein Gewinn von 190,4 Millionen Dollar.

Qiagen (WKN: A2DKCH)

Für das laufende Jahr hat sich das Management nun eine Umsatzsteigerung von währungsbereinigt drei bis vier Prozent vorgenommen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll bei 1,52 bis 1,54 Dollar liegen.

Allerdings konnte Qiagen damit dennoch die Erwartungen der Analysten übertreffen. Der Erlösausblick sei zurückhaltend, das Margenziel aber ausgesprochen optimistisch, befand Analyst Peter Welford vom Analysehaus Jefferies.

Mit dem jünsten Kursanstieg ist die Aktie von Qiagen wieder an den Widerstand in Form der 200-Tage-Linie herangelaufen. Ein Sprung darüber würde ein charttechnisches Kaufsignal bedeuten. Auch DER AKTIONÄR glaubt, dass das Thema Übernahme bei Qiagen noch nicht vom Tisch ist. Deswegen: Investiert bleiben!

(Mit Material von dpa-AFX)