04.06.2019 Andreas Deutsch

ProSiebenSat.1: 3 Gründe, warum die Aktie ein Kauf ist

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ProSiebenSat.1
Trendthema

Der italienische Medienkonzern Mediaset überrascht mit seinem Einstieg bei ProSiebenSat.1. Fast zehn Prozent der Anteile hat sich die von Pier Silvio Berlusconi geleitete Firma an dem deutschen Sender gesichert. Doch die Freude ist verraucht, die Aktie notiert wieder unter 15 Euro. Eine spekulative Kaufchance!

Die Börse hat ein Problem mit ProSiebenSat.1. Den Zwischenspurt in der vergangenen Woche nutzten viele Anleger sofort, um Gewinne mitzunehmen. Für 2019 kommt ProSiebenSat.1 auf ein KGV von 8, die Dividendenrendite beläuft sich aktuell auf acht Prozent. Günstiger als ProSiebenSat.1 ist niemand innerhalb der Peergroup.

Neue Perlen im Konzern

Was der Markt derzeit auch übersieht: ProSiebenSat.1 profitiert zunehmend von starken Auftragsproduktionen und guten Geschäften seiner Online-Sparte. Im ersten Quartal verbuchte die Produktionsfirma Red Arrow Studios einen Umsatzanstieg von 38 Prozent. Red Arrow Studios produzierte zum Beispiel die Drama-Serie Vienna Blood für die Fernsehsender ORF und ZDF sowie die Krimi-Serie Bosch für Amazon.

Die Onlinegeschäfte des Konzerns, unter anderem Parship und Verivox, steigerten den Umsatz um 25 Prozent.

Sarah Simon, Analystin bei Berenberg, hält das E-Commerce-Geschäft für unterschätzt. Sie sieht das Kursziel bei 24 Euro.

Übernahmefantasie

Die neuen Perlen im Konzern und eine breite Aufstellung im klassischen TV-Geschäft haben dafür gesorgt, dass sich Mediaset zum Einstieg beim deutschen Pendant entschlossen hat. Analyst Daniel Kerven von J.P. Morgan erwartet, dass die Italiener ihre Anteile weiter aufstocken. „Mediaset verfolgt das Ziel, unterbewertete, frei empfangbare Fernsehsender zu kaufen und dann Kosteneinsparungen zu realisieren“, so Kerven.

Der Experte traut dem ProSiebenSat.1-Aktienkurs eine Verdopplung zu.

Reif für Trendwende

ProSiebenSat.1 bietet eine spannende Investmentstory für mutige Anleger. Die Aktie ist unterbewertet und hat Luft bis 20 Euro. Stopp: 11,50 Euro.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: ProSiebenSat.1.

(Mit Material von dpa-AFX)