Plug Power meldet einen wichtigen Auftrag für synthetischen Flugkraftstoff. Für das dänische Projekt ENDOR soll der US-Konzern Elektrolyseure mit 280 Megawatt liefern. Darüber hinaus könnte Plug bei vier weiteren Vorhaben zum bevorzugten Lieferanten werden. Die Aktie zieht daher vorbörslich stark an.
- Plug liefert 280 MW Elektrolyseure für Project ENDOR in Dänemark.
- Vier weitere Projekte bringen mehr als 1 GW mögliches zusätzliches Volumen – bislang ohne konkrete Einzelaufträge.
- Die Plug-Power-Aktie zieht vorbörslich stark an.
Am Hafen von Vordingborg soll Arcadia eFuels erneuerbaren Strom nutzen, um mit Plugs Elektrolyseuren täglich rund 110 Tonnen Wasserstoff zu erzeugen. Zusammen mit abgeschiedenem Kohlendioxid soll daraus synthetischer Flugkraftstoff entstehen, der in heutigen Flugzeugen eingesetzt werden kann. Plug Power und Arcadia arbeiten laut Mitteilung seit drei Jahren an der technischen Planung. Die Lieferung ist an den weiteren Projektfortschritt gekoppelt.
EU-Vorschrift kurbelt Nachfrage an
Der Auftrag passt in einen Markt, den die Regulierung anschieben soll. Die EU schreibt ab 2030 einen Anteil synthetischer Kraftstoffe von 1,2 Prozent vor. Das schafft einen politischen Nachfrageimpuls – garantiert aber weder die Finanzierung des Werks noch seine spätere Wirtschaftlichkeit.
Die strategische Vereinbarung sieht Plug als bevorzugten Elektrolyseur-Lieferanten für vier weitere Arcadia-Projekte in Europa und Amerika vor. Zusammen könnten sie mehr als ein Gigawatt Kapazität umfassen. Plug erhält zudem bevorzugten Zugang zu Fertigungskapazitäten für Arcadia. Konkrete Bestellungen, Zeitpläne oder Umsätze für diese Projekte enthält die Mitteilung nicht.
Auch ENDOR muss noch die finale Investitionsentscheidung erreichen. Erst danach kann aus der Vereinbarung ein laufendes Liefergeschäft werden. Zu Vertragswert und Zahlungsplan machte Plug keine Angaben. Deshalb lässt sich der Beitrag zum Umsatz oder zur Liquidität des Unternehmens derzeit nicht beziffern.
Plug Power gewinnt dank der Meldung vorbörslich rund fünf Prozent. Allerdings drängt sich ein Kauf der nach wie vor hochspekulativen Wasserstoff-Aktie nicht auf. Mehr Substanz besitzen dagegen diese frischen Empfehlungen.
Heute, 14:45
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