Das Rechenzentrumsgeschäft treibt das Wachstum bei 2G Energy weiter massiv an. Die Orderbücher füllen sich. Das erste Halbjahr 2026 liegt im Rahmen der Erwartungen. Für das Gesamtjahr wird die Prognose bestätigt. Für das kommende Jahr legt der Vorstand beim Umsatz sogar noch einmal nach und nennt erstmals auch für 2028 konkrete Planvorgaben.
2G Energy ist mit vergleichsweise vollen Auftragsbüchern in das erste Halbjahr 2026 gestartet. Mit 184,0 Millionen Euro lag die Gesamtleistung entsprechend hoch, erreichte jedoch nicht ganz den Vorjahreswert von 193,0 Millionen Euro (-4,7 Prozent). Insgesamt endete das erste Halbjahr mit einem EBIT in Höhe von 0,8 Millionen Euro nach 5,7 Millionen Euro im Vorjahr. Mit Blick auf die starken Perspektiven für das zweite Halbjahr und die Folgejahre stellt dies eine gute Ausgangslage dar. Unterstützt wird diese Entwicklung zudem durch die deutlich gestiegene Liquidität. Zum 30. Juni 2026 belief sie sich auf 29,3 Millionen Euro, verglichen mit 0,1 Millionen Euro zum 31. Dezember 2025.
Auch sonst ist das Unternehmen auf Kurs: Die Abwicklung des ersten Großauftrags aus dem Segment Rechenzentren verläuft planmäßig. Die Auslieferung der Anlagen wird im vierten Quartal beginnen. Die Umsatzrealisierung erfolgt dabei sukzessive auf Basis der ausgelieferten Einzelkraftwerke, jeweils nach Ankunft des entsprechenden Kraftwerks in den USA.
Parallel dazu gewinnt die Umsatzrealisierung aus den Aufträgen des sogenannten Biomassepakets im deutschen Markt deutlich und zunehmend an Dynamik. Vor diesem Hintergrund blickt der Vorstand zuversichtlich auf den weiteren Geschäftsverlauf und hält es weiterhin für realistisch, die für das laufende Geschäftsjahr prognostizierten Umsatzerlöse von 440 bis 490 Millionen Euro am oberen Ende der Prognosebandbreite zu erreichen. Damit verbunden bleibt die Erwartung bestehen, eine EBIT-Marge von 9,5 bis 10,5 Prozent zu realisieren.
Ebenfalls wichtig: Im Laufe des dritten Quartals wurde ein weiterer Großauftrag eines Kunden aus der Rechenzentrumsbranche für die Lieferung von containerisierten Kraftwerken akquiriert. Daneben wurde auch der bereits avisierte Großauftrag aus dem Mining-Bereich im Juli fixiert. „Die positive Entwicklung beim Auftragseingang wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in den nächsten Quartalen anhalten“, heißt es in einer Mitteilung. „Gleichzeitig lief der steile Produktionshochlauf für bestehende Rechenzentrumsaufträge erfreulich positiv an.“
Vor diesem Hintergrund hebt der Vorstand die Prognose für das Jahr 2027 auf 600 bis 650 Millionen Euro an. Zuvor hatte die Prognose bei 570 bis 620 Millionen Euro gelegen. Mit Blick auf die EBIT-Marge geht der Vorstand weiterhin davon aus, diese ab dem Jahr 2027 auf über 11 Prozent steigern zu können.
Für das Geschäftsjahr 2028 plant der Vorstand erneut mit einem überdurchschnittlichen Wachstum, das auf Jahresbasis mindestens 100 Millionen Euro, möglicherweise aber bis zu 250 Millionen Euro ausmachen kann.
Die erstmals aufgestellte Umsatzprognose für 2028 beläuft sich somit auf 750 bis 850 Millionen Euro. Mit der Inbetriebnahme der neuen Montagehalle am Standort Heek zum Jahresende 2027 und dem bereits eingeleiteten, behutsamen Personalaufbau wird auch ein Umsatz am oberen Ende dieser Prognose möglich sein.
Auftragsbücher planmäßig in Umsätze umwandeln und entsprechend monetarisieren kann, dürfte die Aktie in den kommenden Wochen und Monaten weiter Kurs auf die alten Höchststände und darüber hinaus nehmen. DER AKTIONÄR setzt im Real-Depot weiterhin auf dieses Szenario.
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