24.01.2019 Maximilian Völkl

Osram: Ein fader Beigeschmack – Aktie stürzt wieder ab

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Osram
Trendthema

Der Start in das Geschäftsjahr 2019 ist bei Osram in die Hose gegangen. Die Aktie kommt erneut unter die Räder und verliert im frühen Handel bereits rund sechs Prozent. Noch wird die Jahresprognose zwar nicht gekappt, es scheint aber bereits jetzt sehr ambitioniert, die Ziele noch erreichen zu wollen.

Im ersten Quartal ist der vergleichbare Umsatz der fortgeführten Aktivitäten um rund 15 Prozent auf 828 Millionen Euro gesunken. Deutlich fiel zudem der Rückgang der EBITDA-Marge von 18,5 auf 11,3 Prozent aus. Bereits nicht mehr erfasst wurden dabei die Bereiche Sylvana Lighting Solutions und das europäische Leuchtengeschäft, die nun nicht mehr als fortgeführte Aktivitäten bilanziert werden.

Prognose wackelt

Die schwache operative Entwicklung hat sich bei Osram in allen drei Geschäftsbereichen widergespiegelt. Vor allem die generellen Probleme in den Kernmärkten Automotive und Mobile Devices machten sich bemerkbar. „Besonders die anhaltenden Handelskonflikte, die Wachstumsschwäche in China und die allgemeinen politischen Unsicherheiten“ belasteten.

Osram betonte zwar, dass ein Ausblick schwierig fällt, der Konzern will seine Jahresprognose aber noch erreichen. Dies stehe aber „zusätzlich unter dem Vorbehalt einer Belebung des Auftragseingangs in den nächsten Monaten“. Um für Besserung zu sorgen, wurde eine Reihe von Gegenmaßnahmen, „insbesondere auch zur Umsatzsteigerung“, beschlossen.

Es bleibt schwierig

Die schwachen Zahlen haben einen faden Beigeschmack, nachdem Konzernchef Olaf Berlien dies bereits vor zwei Wochen in einem Interview andeutete – allerdings ohne entsprechende Ad-hoc-Meldung. Das Geschäft bleibt schwierig. Nach wie vor ist offen, wann hier Besserung eintritt. Eine Übernahme ist zwar nach wie vor möglich. Anleger sollten aber vorerst weiter an der Seitenlinie bleiben. Lediglich für Trader ist Osram derzeit spannend.