Der Energie- und Chemieriese OMV erzielte im dritten Quartal 2026 ein bereinigtes CCS-Operatives Ergebnis von 2,12 Milliarden Euro. Der den Aktionären zurechenbare CCS-Periodenüberschuss vor Sondereffekten belief sich auf 1,15 Milliarden Euro. Die Erlöse aus fortgeführten Geschäftsbereichen betrugen 8,96 Milliarden Euro.
Der operative Cashflow erreichte 2,20 Milliarden Euro; ohne Veränderungen des Nettoumlaufvermögens waren es 2,33 Milliarden Euro – 57 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Das bereinigte CCS-Ergebnis je Aktie lag bei 3,54 Euro.
Im Bereich Energy nahm das operative Ergebnis im Jahresvergleich um 51 Prozent auf 936 Millionen Euro zu. Positive Markteffekte von 515 Millionen Euro, vor allem durch höhere realisierte Öl- und Gaspreise, glichen die Folgen geringerer Verkaufsmengen mehr als aus. Logistische Engpässe im Nahen Osten hatten dort zu verzögerten Liftings geführt.
Besonders kräftig entwickelte sich Fuels: Das CCS-Ergebnis vor Sondereffekten stieg von 413 Millionen auf 1,124 Milliarden Euro. Ausschlaggebend waren höhere Raffineriemargen in Europa und im Nahen Osten, eine gute Anlagenauslastung und ein verbesserter Produktmix.
Im Bereich Chemicals fiel das operative Ergebnis dagegen von 222 Millionen auf 63 Millionen Euro. Das Basischemikaliengeschäft verbesserte sich zwar deutlich, vor allem dank höherer Referenzmargen für Olefine. Die Steamcracker waren zu 82 Prozent ausgelastet, nach 79 Prozent im Vorjahresquartal. Die Bilanz blieb solide: Zum Quartalsende betrug die Nettoverschuldung 4,403 Milliarden Euro, der Verschuldungsgrad lag bei 17 Prozent.
Die Vorstandsvorsitzende Emma Delaney zeigte sich zufrieden: "Im dritten Quartal erzielte OMV ein CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 2,1 Milliarden. Die Geschäftsbereiche Fuels und Energy waren dabei die wichtigsten Ertragstreiber, während der Beitrag des Geschäftsbereichs Chemicals geringer ausfiel. Dies spiegelt auch den geänderten Umfang der Konsolidierung wider. Angesichts der anhaltenden geopolitischen Herausforderungen richteten wir unseren Fokus weiterhin auf einen sicheren und zuverlässigen operativen Betrieb sowie eine disziplinierte Umsetzung unserer Projekte."
Bei OMV läuft es weiterhin rund. Das Unternehmen verfügt über eine solide Bilanz, eine gute Kostenstruktur und eine breite Aufstellung. Die charttechnisch spannende Dividendenperle bleibt daher ein Kauf. Der Stoppkurs sollte bei 60,00 Euro belassen werden.
Heute, 07:33
Bei Google bevorzugen