Nvidia hat eine wichtige Kooperation mit einem chinesischen Start-up im Bereich humanoider Roboter geschlossen. Bekannt gegeben wurde die Partnerschaft von keinem Geringeren als Nvidia-Chef Jensen Huang im Rahmen einer Keynote zum Wochenauftakt in Taipeh. DER AKTIONÄR verrät, welches Unternehmen hinter dem neuen Partner aus China steckt.
• Nvidia hat am Morgen eine Kooperation mit Unitree bei humanoiden Robotern verkündet.
• Nach einer Zusammenarbeit von 3 Jahren mit Microsoft wurde der Superchip Nvidia RTX Spark angekündigt.
• Die Nvidia-Aktie bleibt ein klarer Kauf.
Für sein erstes Robotiksystem, das Nvidia an Forscher renommierter Universitäten wie Stanford oder der ETH Zürich verkauft, greift der US-Konzern auf die humanoiden Roboter von Unitree zurück. Spannend: Der neue Nvidia-Partner strebt ein Listing am Tech-Board STAR der Shanghaier Börse an und will dabei rund 4,2 Milliarden Yuan (umgerechnet 530 Millionen Euro) einsammeln. Durch die Kooperation mit Nvidia dürfte das Anlegerinteresse an Unitree deutlich steigen.
„Heute stellen wir den Nvidia Isaac Root vor, einen Referenz-Humanoidroboter, vollständig integriert, mit 25 Freiheitsgraden an jeder Hand von Sharpa, 31 Freiheitsgraden am Roboter, 1,80 Meter groß und 68 Kilogramm schwer – genau wie ich“, sagte Huang im Rahmen der Keynote.
Der Roboter basiert auf dem knapp 1,80 Meter großen humanoiden Roboter H2 von Unitree und nutzt Nvidias Jetson-Thor-Plattform. Diese ist mit der leistungsstarken Blackwell-GPU ausgestattet und ermöglicht die Ausführung anspruchsvoller KI-Anwendungen direkt auf dem Gerät. Ergänzt wird das System durch hochentwickelte mechanische Hände des in Singapur ansässigen Unternehmens Sharpa. Der Vertrieb soll noch im laufenden Kalenderjahr beginnen.
Multi-Billionen-Dollar-Markt
Das humanoide Roboter für Huang das nächste große Ding sind, ist kein Geheimnis: Bereits vergangenen Monat hatte der Nvidia-Chef erklärt, dass er damit rechne, dass es in den nächsten fünf Jahren ein rasantes Wachstum im Robotiksegment geben wird. Huang zufolge könnte „physische KI“ zu einem Markt im Wert von mehreren zehn Billionen Dollar werden.
Doch damit nicht genug: Nvidia weitet seine KI-Offensive aus und bringt den bislang im DGX Spark eingesetzten GB10-Superchip nun auch in Notebooks. Unter den Bezeichnungen N1 und N1X kommt das gemeinsam mit MediaTek entwickelte System-on-a-Chip (SoC) erstmals in mobile Windows-PCs.
Der in einem modernen 3-Nanometer-Prozess bei TSMC gefertigte Chip verfügt über 70 Milliarden Transistoren. Zur Ausstattung gehören 20 ARM-Prozessorkerne sowie eine integrierte Blackwell-GPU mit 6.144 Shader-Einheiten. Je nach Konfiguration kann der Chip mit bis zu 128 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher kombiniert werden, wobei derart große Speicherausstattungen zunächst wohl nur in hochpreisigen Geräten zu erwarten sind.
Für Nvidia steht jedoch nicht allein die Hardware im Mittelpunkt. Das Unternehmen betont, gemeinsam mit Microsoft über einen Zeitraum von drei Jahren an der optimalen Verzahnung von Hard- und Software gearbeitet zu haben. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit des Chips insbesondere für KI-Anwendungen nutzbar zu machen.
Nvidia sichert sich durch die Produktoffensive seine Marktführerschaft. Seit der Empfehlung in Ausgabe 24/25 hat der Kurs um 46 Prozent zugelegt. Die Aktie, die auch Teil des AKTIONÄR-Depot ist, bleibt ein klarer Kauf.
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FAQs
Warum ist Nvidia für den KI-Boom so wichtig?
Nvidia liefert die Hochleistungschips, die große KI-Modelle trainieren und betreiben. Besonders gefragt sind die GPUs des Konzerns in Rechenzentren großer Cloudanbieter.
Schüttet Nvidia Dividenden aus?
Ja, aber trotz einer Erhöhung der Quartalsdividende um 2.400 Prozent auf 25 Cent je Aktie sind diese kaum der Rede wert, da die Dividendenrendite gerade einmal 0,45 Prozent beträgt.
Warum ist Nvidia beim Thema KI so wichtig?
Nvidias Grafikprozessoren und KI-Beschleuniger liefern die Rechenleistung für große KI-Modelle und Rechenzentren.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
Nvidia-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 09:36