17.08.2012 Florian Westermann

Nokia: Die Gerüchte verdichten sich – und was wird mit Zynga gespielt?

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Trendthema

Die Aktionäre des angeschlagenen Handy-Riesen Nokia haben in den vergangenen Tagen ein Wechselbad der Gefühle durchlebt. Aufwärts, abwärts und wieder aufwärts. Inzwischen verdichten sich die Anzeichen, dass die neuen Lumia-Modelle am 5. September präsentiert werden. Außerdem gibt es weitere Neuigkeiten, die hoffen lassen.

Die Nokia-Aktie hat in den vergangenen Tagen mit heftigen Kurskapriolen auf sich aufmerksam gemacht. Inzwischen scheint es so, als würden sich die Bullen durchsetzen. Das Gros der Anleger setzt offenbar auf die neuen Lumia-Modelle mit dem Betriebssystem Windows Phone 8, die Apple und Samsung das Fürchten lehren sollen. Gerüchten zufolge werden die Finnen die neuen Modelle auf der Firmenmesse Nokia World vom 5. bis 6. September vorstellen. Nokia-Chef Stephen Elop zufolge sei mit den ersten Windows-Smartphones "recht bald" zu rechnen, so die Nachrichtenagentur Reuters.

Pressekonferenz in New York am 5. September

Zudem haben Nokia und Microsoft inzwischen eine Einladung zu einer gemeinsamen Pressekonferenz am 5. September in New York verschickt. Die Aufmachung der Einladung deutet ebenfalls daraufhin, dass auf dem Event mindestens ein neues Lumia-Modell vorgestellt wird. Zugleich ist der 5. September der lette Tag der IFA in Berlin, der weltweit führenden Messe für Consumer Electronics und Home Appliances.

Zynga-Spiele kostenlos

Neues gibt es auch in einer anderen Produktkategorie. So werden die Spiele "Draw Something" und "Zynga Poker" des in der AKTIONÄR-Ausgabe 33/12 als Top-Tipp vorgestellten Spieleentwicklers Zynga für Nokias Asha-Touchscreen-Modelle kostenfrei zum Download angeboten. Zynga gewinnt so mehr als 100 Millionen potentielle User und Nokia macht seine Modelle attraktiver im Vergleich zu Konkurrenzprodukten.

Aussichtsreich

Die Chancen bei Nokia überwiegen. Auf mittlere Sicht sollte Nokias Marktkapitalisierung auf mindestens 15 Milliarden Euro steigen. Das Kursziel läge damit bei 4,00 Euro. Aus charttechnischer Sicht muss jedoch erst die Marke von 3,20 Euro überwunden werden - hier lauert die 200-Tage-Linie.  Ein Stopp bei 1,78 Euro sichert ab.

Auch für Zynga scheint sich das Blatt zu wenden. DER AKTIONÄR hat nach dem IPO mehrfach vor einem Engagement gewarnt. Inzwischen verspricht die Bewertung aber reichlich Potenzial. Positiv zu sehen ist außerdem der jüngst ausgehandelte Deal mit Nokia. Eine ausführliche Einschätzung zu Zynga finden Sie in Ausgabe 33/12 (Wir kaufen jetzt!), die hier noch als ePaper abgerufen werden kann.